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Umweltsünder China und USA am Pranger

Die Erwartungen an den Weltklimagipfel Mitte Dezember in Kopenhagen sind riesig. 63 Prozent der Deutschen befürchten gravierende Folgen für die Umwelt, sollte es nicht zu einer Einigung der Staatengemeinschaft auf ein Folgeabkommen zum Kyoto-Protokoll kommen. Auch 51 Prozent der Briten, 64 Prozent der Franzosen, 65 Prozent der Italiener und 67 Prozent der Spanier halten einen Abschluss für wichtig.
 
Das ergab eine aktuelle Monats-Umfrage des Marktforschungsunternehmens Harris Interactive und der Financial Times. In Amerika sehen etwas weniger - 45 Prozent der Befragten - diese Notwendigkeit. Die USA hatten das Kyoto-Protokoll, in dem sich die Industrieländer verpflichtet haben, ihre Emissionen zu reduzieren und das 2012 ausläuft, nicht ratifiziert.
 
Eine große Mehrheit der Befragten ist dafür, dass China und die USA als größte Treibhausgasproduzenten auch am meisten zur Reduzierung der Schadstoffe beitragen sollten. Das meinen rund 70 Prozent der Deutschen und ähnlich viele Bürger der neben Deutschland befragten Länder Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien und den USA. Während die Deutschen gemeinsam mit den Franzosen (beide 63 Prozent) der Meinung sind, dass Europa eine Führungsrolle bei Weltklimaschutz einnimmt, ist die Mehrheit der anderen Länder in diesem Punkt nicht ganz so sicher.
 
International besonders strittig ist die Frage, welchen finanziellen Anteil Industrie- und Schwellenländer am Klimaschutz künftig tragen sollen. Die reichen Länder sollten die Entwicklungsländer finanziell beim Klimaschutz unterstützen – dafür ist die Mehrheit der Deutschen (51 Prozent), Franzosen (52 Prozent), Italiener (54 Prozent) und Spanier (53 Prozent), aber nur 31 Prozent der Briten und 20 Prozent der Amerikaner. Eine deutliche Mehrheit aller Befragten ist aber dafür, dass die Länder auch dann an ihren Klimaschutzzielen festhalten sollten, wenn China und Indien die Emissionen nicht verringern sollten.
 
Obwohl die Bereitschaft der Bürger zum Umwelt- und Klimaschutz im Alltag bei allen Befragten über 90 Prozent liegt, ist kaum jemand bereit, dafür mehr Geld auszugeben. 61 Prozent der Deutschen sind gegen Steuererhöhungen für den Klimaschutz – und auch umweltfreundliche Waren wollen 86 Prozent zwar gern kaufen – aber nur 28 Prozent sind auch bereit, dafür einen höheren Preis zu bezahlen. 37 Prozent kaufen nur „grün“, wenn das Produkt nicht teurer ist. Nur 2 Prozent sind in dieser Hinsicht absolut preisresistent und kaufen umweltfreundliche Produkte, egal, was sie mehr kosten.
 
Auch im häuslichen Bereich liegt die Bereitschaft zum Umweltschutz bei 95 Prozent. 63 Prozent der Deutschen greifen dafür vor allem zu Mehrwegprodukten (zum Beispiel Flaschen oder Plastiktaschen), 63 Prozent nutzen vor allem energiesparsame Geräte, 61 Prozent drehen die Heizung nicht so weit auf, 61 Prozent sparen Strom in Haus oder Wohnung, 46 Prozent fahren energiesparender, 40 Prozent nutzen das Auto weniger. Lediglich 5 Prozent gaben an, persönlich gar nichts zum Klimaschutz beizutragen.
 
Die Umfrage wurde online von Harris Interactive durchgeführt. Befragt wurden 6.463 Erwachsene in Deutschland (1.033), Frankreich (1.151), Großbritannien (1.126), Spanien (1.076), Italien (1.060) und den USA (1.017) zwischen dem 30. September und 7. Oktober. Die Angaben wurden nach Alter, Geschlecht, Ausbildung, Region und Internetnutzung gewichtet, um sie der allgemeinen Bevölkerungsstruktur anzugleichen.
Quelle: Harris Interactive; www.harrisinteractive.com

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