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Verbraucher in der Krise: Zwischen Konsumlust und Sparzwang

Die Finanzkrise hat auch den Alltag vieler Deutscher erreicht. Doch ob der Konsument zum Schnäppchenjäger wird oder manche Produkte gar nicht mehr kauft, hängt nicht allein von Einschnitten in die Haushaltskasse ab, sondern auch von den Einstellungen zur Krise.
 
So verändert sich beispielsweise das Einkaufsverhalten der Konsumenten, wenn diese Angst um die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands haben oder die Hintergründe und Zusammenhänge der Finanzkrise nicht verstehen. Wesentlich gelassener, auch in Hinblick auf Veränderungen beim Einkaufsverhalten, gehen es dagegen jene Haushaltsführende an, die sich aktiv über die Finanzkrise informieren und „die sich nicht verrückt machen lassen“.
 
Fünf unterschiedliche Verhaltensmuster und Konsumentensegmente lassen sich identifizieren. Deutschland teilt sich in Frohnaturen und Skeptiker, wenn es um die Einstellungen zur Krise geht. Zu der Gruppe der Frohnaturen, die nach wie vor ihrer Konsumlust nachkommen wollen, zählen u. a. die jungen Optimisten (23 Prozent). Eher desinteressiert an der Krise macht sich diese Gruppe im Moment keine Sorgen um die eigene finanzielle Situation und den eigenen Arbeitsplatz.
 
Die unbekümmerten Desinteressierten (13 Prozent) mit leicht überdurchschnittlichem Einkommen und einem hohen Gefühl von finanzieller Sicherheit bleiben gelassener. Diese Gruppe zeigt sich eher genervt von dem Gerede über die Finanzkrise und möchte sich mit dem Thema nicht belasten. Im Gegenteil: der unbekümmert Desinteressierte ist davon überzeugt, dass „Krisen kommen und auch wieder gehen“.
 
Die gelassenen Informierten (16 Prozent) verfügen über eine hohe Bildung und ein überdurchschnittliches Einkommen. Die Vertreter dieser Gruppe fühlen sich über die Finanzkrise gut informiert und reagieren gelassen. Einen Verlust des Arbeitsplatzes haben sie bisher kaum hinnehmen müssen, aber Kapitalverluste. Eine hohe Genuss- und Gesundheitsorientierung in der Ernährung und eine hohe Affinität zu Bio, Fair Trade und regionalen Produkten kennzeichnet ihr Einkaufsverhalten, das sie selbst bei Einbußen im Einkommen beibehalten wollen.
 
Anders sieht es jedoch bei den Skeptikern aus. Dazu zählen zunächst die nicht-betroffenen Pessimisten (23 Prozent), die über ein eher geringeres Einkommen verfügen, bisher aber keine Einkommens- oder Kapitalverluste hinnehmen mussten. Sie fühlen sich unterdurchschnittlich über die Krise informiert und sind stark verunsichert. Sie suchen, obwohl sie im Moment noch nicht betroffen sind, stark nach Sonderangeboten und planen bei Einschnitten im Einkommen über den Einkauf beim Discounter und/oder den Verzicht auf Markenprodukte möglichst viel fürs Geld zu bekommen.
 
Zur Gruppe der mutlosen Betroffenen (25 Prozent) zählen u. a. die Personen, die durch die Krise arbeitslos geworden oder in Kurzarbeit sind. Die Krise hat sich bereits spürbar negativ auf ihr verfügbares Einkommen ausgewirkt. Die Angst vor weiteren finanziellen Einschnitten ist hoch und bestimmt ihre sehr negative Einstellung zur Krise. Sie versuchen mit drastischer Reduktion von Ausgaben und preisgünstigen Angeboten beim Kauf von Konsumgütern über die Runden zu kommen.
 
Das sind die Ergebnisse einer aktuellen Studie von Ifak, für die 1.000 Haushaltsführende im Herbst 2009 zu den Auswirkungen der Finanzkrise befragt wurden.
Quelle: Ifak; www.ifak.com

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