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Vertrauen der Bürger in die Politik gestiegen

Fast alle politischen Institutionen können heute mehr Vertrauen bei den Bürgern binden als noch vor zwei Jahren. Das größte Vertrauen wird mit 76 Prozent dem Bundesverfassungsgericht entgegengebracht.
 
Demgegenüber fällt das Vertrauen in den Deutschen Bundestag und in die Bundesregierung zwar deutlich ab, aber immerhin knapp jeder zweite Bundesbürger vertraut auch diesen beiden politischen Institutionen. Dies bedeutet sowohl für die Exekutive als auch für die Legislative einen erheblichen Vertrauensgewinn, denn noch vor zwei Jahren brachten dem Bundestag nur 37 Prozent und der Bundesregierung nur 36 Prozent der Bürger Vertrauen entgegen.
 
Einen signifikanten Imagegewinn verzeichnen auch die Gewerkschaften, denen heute 39 Prozent vertrauen - immerhin 10 Prozentpunkte mehr als 2007. Demgegenüber stagnieren die Arbeitgeberverbände bei 26 Prozent Vertrauensbekundungen auf niedrigem Niveau.
 
Tief in einer Vertrauenskrise stecken nach wie vor auch die Parteien. Ihr Vertrauensindex liegt mit 23 Prozent zwar höher als vor zwei Jahren (+ sieben Prozentpunkte), die große Mehrheit der Bevölkerung (63 Prozent) hat aber wenig Vertrauen in sie. Explizites Misstrauen bringt ihnen allerdings nur jeder Zehnte entgegen.
 
Bemerkenswerterweise schneiden die Medien nicht sehr viel besser ab. Als einzige Institution hat sich ihr Ansehen in der Bevölkerung sogar leicht verschlechtert: aktuell sprechen den Medien nur noch 29 Prozent das Vertrauen aus - vor zwei Jahren waren es noch 32 Prozent, im Jahre 2000 sogar noch knapp 50 Prozent.
 
Die Markt- und Meinungsforschungsinstitute spielen im politischen Kontext eine untergeordnete Rolle, soweit sie aber auch in der Wahlforschung aktiv sind, können sie aber im unmittelbaren Umfeld von Wahlen mit einer größeren öffentlichen Aufmerksamkeit rechnen. Dies spiegelt nicht zuletzt auch ein vergleichsweise gutes Ansehen in der Bevölkerung wider. Immerhin 57 Prozent bringen den Meinungsforschungsinstituten und ihren Ergebnissen sehr großes (sechs Prozent) bzw. großes (51 Prozent) Vertrauen entgegen, ein Drittel hat wenig und nur sechs Prozent der Bürger haben gar kein Vertrauen in deren Arbeit.
 
Das sind die Ergebnisse einer aktuellen Untersuchung von Infratest dimap. Telefonisch befragt wurden repräsentativ 1.000 wahlberechtigte Personen in Deutschland ab 18 Jahren zwischen dem 02. bis 03. März 2009.
Quelle: Infratest dimap; www.infratest-dimap.de

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