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Vom Lesen lesen oder: Was sind die Impulsgeber für den Buchkauf?

Zwei Drittel der Deutschen haben in den letzten zwölf Monaten mindestens ein Buch gekauft. Durchschnittlich kauft jeder Bundesbürger vier Bücher pro Jahr. Frauen kaufen durchschnittlich 4,3 Bücher, Männer 3,7. Im Vergleich der Altersgruppen sind die 20- bis 29-Jährigen mit 4,7 gekauften Büchern besonders stark vertreten. Verhaltener sind die Altersgruppen der 14- bis 19-Jährigen mit 3,6 Büchern und die über 60-Jährigen mit 3,4 gekauften Büchern.
 
Die Buchhandlung ist der mit Abstand stärkste Impulsgeber für den Buchkauf. 77 Prozent der Buchkäufer nennen die Buchhandlung als den Ort, der die Informationen bereit hält, die für den Buchkauf benötigt werden oder die ausschlaggebend für den Kauf eines Buches sind. Damit behauptet sich der Fachhandel deutlich vor anderen Verkaufsorten wie den Buchabteilungen in Waren- und Kaufhäusern oder Verbrauchermärkten (20 Prozent). Der Online-Buchhandel im Internet wird von 13 Prozent der Befragten genannt. Sechs Prozent gaben an, der Bahnhofsbuchhandel sei für sie wichtiger Impulsgeber. Frauen nutzen eher als Männer die Möglichkeit, sich vor Ort im Buchhandel oder in der Fachabteilung eines Kaufhauses zu informieren. Männer wiederum nutzt den Online-Buchhandel häufiger. Zweitwichtigste Informationsquelle insgesamt sind mit 35 Prozent die persönlichen Buchempfehlungen von Familienmitgliedern, Freunden oder Kollegen. Die persönliche Empfehlung wird deutlich öfter von Frauen als von Männern genannt.
 
Auch Prospekte und Zeitschriften geben Impulse für den Buchkauf 50 Prozent der befragten Buchkäufer nutzen für ihre Kaufentscheidung redaktionelle Buchbesprechungen oder auch Werbung in verschiedensten Medien. Prospekte von Buchhandel, Verlagen oder auch Buchclubs nutzen insgesamt 23 Prozent der Buchkäufer, dicht gefolgt von Besprechungen und/oder Werbung für Bücher in Publikumszeitschriften (20 Prozent). Zurückhaltender genutzt werden Buchthemen bzw. Werbung für Bücher im Internet allgemein (elf Prozent), in der Tageszeitung und im Fernsehen (jeweils zehn Prozent). Im Vergleich dazu werden kostenlose Anzeigenblätter (fünf Prozent), Wochenzeitung (vier Prozent) und Radio (zwei Prozent) deutlich weniger vor der Kaufentscheidung konsultiert.
 
Das Internet - unabhängig davon, ob der Online-Buchhandel direkt angeklickt wird oder im WorldWideWeb nach Buchempfehlungen und -besprechungen gesurft wird - wird häufiger von den unter 30-jährigen Buchkäufern aufgesucht. Diese junge Zielgruppe nutzt für die eigene Kaufentscheidung auch häufiger als der Durchschnitt den Rat seines persönlichen Umfeldes. Der Online-Buchhandel ist zudem attraktive Informationsquelle für die sogenannten MidAger, also der 30- bis 49- jährigen Buchkäufer. Bei den älteren Kundengruppen ab 50 Jahren verliert diese Informationsquelle stark an Bedeutung. Diese informieren sich über das Buch-Angebot wiederum deutlich häufiger als der Durchschnitt in Prospekten und Zeitschriften.
 
Grundsätzlich stehen die angegebenen Informationswege nicht isoliert nebeneinander, denn im Durchschnitt nutzt jeder Buchkäufer 2,5 der genannten Informationsquellen. Befragte mit mehr als vier Buchkäufen jährlich bedienen sich sogar 3,0 verschiedener Informationsquellen. Auch für die Medien gilt: Dem Medium Buch (mehr) Raum geben! Generell hätten die Buchkäufer gern noch mehr Informationen über Bücher - und würden sich "ganz allgemein über Neuheiten auf dem Buchmarkt informieren oder sich Informationen zu einem speziellen Buch besorgen, wenn dort noch mehr Informationen bereitstünden". Dies gilt insbesondere für die Buchhandlungen oder -abteilungen (60 bzw. elf Prozent), aber auch für Prospekte (19 Prozent), Zeitschriften (16 Prozent), das Fernsehen (zwölf Prozent) und die Tageszeitung (elf Prozent). Bei denjenigen, die die jeweiligen Informationsquellen noch nicht nutzen, stehen die Medien sogar ganz oben. Demnach würden sie sich im Fernsehen, in Zeitschriften, in kostenlosen Anzeigenblättern, in Prospekten und in der Tageszeitung informieren, wenn dort mehr über Bücher berichtet oder diese beworben würden.
Quelle: TNS Emnid www.tns-emnid.com

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