ANZEIGE
Folgen Sie uns:
planung & analyse GmbH auf facebook.de planung & analyse auf twitter.de planung & analyse GmbH auf google+ planung & analyse GmbH auf xing

Editor's Pick


WPP wagt die feindliche Übernahme

Die geplante Fusion zwischen GfK und TNS bleibt spannend, ausführlich und sichtlich interessiert wird in den Fachmedien beachtet. Gestern brachten wir eine Meldung unserer Schwesternzeitschrift HORIZONT. Heute geben wir Ihnen nachstehend die Meldung des KRESS Medienreports wieder: "Sir Martin Sorrell hat im Duell um das britische Marktforschungsunternehmen TNS die Waffen gewählt. Kurz vor Ablauf der offiziellen Frist am Mittwoch, legte der hartnäckige WPP-Boss neuerlich ein Angebot vor. Der Werberiese will satte 1,08 Mrd Pfund (rund 1,35 Mrd Euro) locker machen.
 
Die Offerte ging diesmal allerdings an der TNS-Führung vorbei direkt an die Aktionäre - Sorrell setzt also auf eine feindliche Übernahme. In der jüngsten Vergangenheit hatte das TNS-Management den Angeboten Sorrells stets widerstanden, weil TNS eigentlich schon dem Nürnberger Marktforscher GfK versprochen ist. Der reagierte prompt: In beiderseitigem Einvernehmen stornierten TNS und GfK kurzerhand ihre geplante "Fusion unter Gleichen". Stattdessen rüsten sich die Nürnberger ebenfalls zur Übernahme in bar, ein finanzstarker Co-Investor sei bereits zur Hand. Die Börsenkurse aller beteiligten Unternehmen zogen am Mittwoch leicht an.
 
GfK verfolge nach dem geplatzen Zusammenschluss nun aktiv das Vorhaben, ein "alternatives reines Barangebot" für TNS abzugeben, wie es in einer Ad-Hoc-Mitteilung heißt. Einen möglichen Investor habe man bereits identifiziert, er könne Eigenkapital oder eine "eigenkapitalähnliche Finanzierung" leisten. Zwar seien die Verhandlungen noch in einem frühen Stadium, die GfK habe aber "starke Interessensbekundung an einer solchen Transaktion" erhalten. Aktuell beabsichtige man in Nürnberg eine Barzahlung, behalte sich aber vor, dies zu ändern. Ursprünglich wollten beide Unternehmen den Deal via Aktientausch abwickeln.
 
Sorrell sieht sein Angebot indes nicht als feindlich an: "Wir sind überzeugt, dass unser Angebot weder den TNS-Aktionären noch den Kunden und Mitarbeitern gegenüber feindlich ist. Wir glauben, dass WPP für die Marke TNS besser geeignet ist als die GfK."
 
Anfang Juni hatten sich die beiden Marktforschungsunternehmen TNS und GfK auf einen Zusammenschluss geeinigt. Dabei war von Kostensynergien von knapp 100 Mio Euro die Rede. Von Anfang an torpedierte WPP-Chef Sorrell die Abmachung öffentlich in der Presse und versuchte das TNS-Management mit alternativen Offerten zu locken - fing sich jedoch stets einen Korb ein. Sein Plan: Er will TNS mit der schwächelnden WPP-Tochter Kantar verheiraten, um sich so selbst einen guten Platz in der Marktforscher-Branche zu sichern. Noch vor wenigen Tagen hatte der Verwaltungsrat des GfK-Vereins (Hauptanteilseigener der GfK) die Fusion mit TNS befürwortet." Autor: Nico Kunkel
 
Quelle: Kress Medienreport; www.kress.de

Facebook Twitter Google LinkedIn Xing RSS Email