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Was die Deutschen vom Chef erwarten

55 Prozent der Deutschen fordern mehr Unterstützung bei der Karriereentwicklung – eigenständiges Entscheiden steht hoch im Kurs.
 
Nach kurzer Zeit vom einen Unternehmen zum anderen zu wechseln, ist nicht das Ding der Deutschen: Über die Hälfte der deutschen Arbeitnehmer möchte fünf Jahre oder länger im aktuellen Betrieb bleiben. Allerdings erwarten sie von ihren Vorgesetzten beispielsweise bei der Karriereentwicklung größere Unterstützung.
 
Zu diesen Ergebnissen kommt eine weltweite Studie von GMI (Global Market Insite, Inc.), einem Anbieter von Marktforschungsplattformen sowie Software-Lösungen, mit denen Unternehmen online Feedback von Kunden, Mitarbeitern und Geschäftspartnern einholen können. 9.351 Menschen in zehn Ländern nahmen an der Online-Befragung teil.
 
Unter anderem fand die Studie heraus, dass das Vertrauen in die Führungskräfte des Unternehmens in Deutschland höher ist als im benachbarten Ausland: Sechs von zehn Angestellten verlassen sich auf ihre Vorgesetzten und nur 20 Prozent sind hierbei sehr skeptisch - in Großbritannien sind es sogar 28 Prozent der Arbeitnehmer. Zudem ist ein Viertel der Briten der Meinung, dass sie für ihre Vorgesetzten als Person nicht von großer Bedeutung sind. In Deutschland liegt der Anteil hier nur bei elf Prozent.
 
Nachholbedarf in der Personalentwicklung
 
Andererseits erwarten die Deutschen mehr von ihren Managern als etwa die Franzosen und Briten. So wünschten sich 40 Prozent der Befragten von ihren Vorgesetzen, Konflikte besser zu lösen. In Großbritannien fordern dies nur 29, in Frankreich 27 Prozent. Auch in der Personalentwicklung sehen die Deutschen Defizite: 38 Prozent sind der Meinung, dass der Chef sich hier mehr engagieren sollte. 42 Prozent verlangen zudem, dass ihre Vorgesetzten die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass die Arbeitnehmer eigene Fähigkeiten besser ausspielen können. Ein Viertel der Befragten Deutschen wünscht sich vom Chef ein offeneres Ohr und 56 Prozent erwarten, dass Führungskräfte mehr für die Karriereentwicklung ihrer Mitarbeiter tun.
 
Eigenständiges Entscheiden ist an der Tagesordnung
 
Nur knapp sechs Prozent der deutschen Arbeitnehmer plant, weniger als ein Jahr für die gleiche Firma zu arbeiten. In Großbritannien ist die Quote doppelt so hoch und nur 43 Prozent der Briten möchte fünf Jahre oder länger beim gegenwärtigen Arbeitgeber bleiben. Hier liegen die Deutschen mit 56 Prozent international an der Spitze. Auch das Selbstverständnis als Mitglied eines Teams ist stark ausgeprägt. Rund 45 Prozent der deutschen Befragten fühlen sich durch und durch als Teil einer Gruppe mit einem gemeinsamen Ziel. Diese Auffassung teilen nur 31 Prozent der Briten und sogar nur 22 Prozent der Franzosen. Weiter verbreitet ist in diesen Ländern aber die Meinung der Arbeitnehmer, sie würden einen wichtigen Teil zur Mission ihres Unternehmens beitragen.
 
Internationaler Spitzenreiter sind die deutschen Arbeitnehmer auch, wenn es darum geht, selbständig Entscheidungen zu treffen. Rund 85 Prozent der Befragten gaben an, regelmäßig eigenständig entscheiden zu dürfen. Dieses Gefühl haben in Großbritannien und den USA nur 64 Prozent der Angestellten. Wie zufrieden die Deutschen mit den Umständen am Arbeitsplatz sind, belegt eine weitere Zahl: 64 Prozent würden einem Freund eine Anstellung bei ihrem Arbeitgeber empfehlen.
 
Quelle: GMI; www.gmi-mr.com

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