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Editor's Pick


Welches Bäumerl hätten's denn gerne?

Nur noch wenige Tage, dann strahlen in zwei Dritteln aller deutschen Privathaushalte wieder die Weihnachtsbäume - 90 Prozent der Bäume stehen übrigens im Wohnzimmer. Ein Drittel der Deutschen begnügen sich mit weihnachtlichen oder nadeligen Sträußen und Gestecken. Es ist nicht alles grün, was glänzt: 5,5 Millionen Bäume sind synthetisch und warten in Kisten und Tüten in Keller oder Kammer auf's jährliche Auspacken, Abstauben, Aufstellen. Aber die Mehrheit von vier Fünftel aller Bäume, also 19,5 Millionen Bäume, sind echt.
 
Aber von wegen Tanne, nicht immer sitzen die Lichtlein auf Tannen, in 16 Prozent der Haushalte sitzen sie auf Fichten, und Achtung, diese Nadeln pieksen!
 
Noch ein bisschen Statistik gefällig? Gerne! Die Weihnachtsbäume sind im Durchschnitt 1,70 m hoch, der Transport ist nicht immer einfach bei durchschnittlich 8,2 km von der Einkaufsquelle bis ins heimische Wohnzimmer. Zehn Prozent der Bäume werden zufällig im Wald gefunden ...
 
Wie kommt man zu validen Daten? Auf die Frage, um was für einen Baum es sich handelt, zeigt sich das ganze Elend unvollkommener botanischer Kenntnisse: Die Blaufichten-Besitzer sagen zu 57 Prozent, sie hätten eine Edeltanne, zu 10 Prozent eine Weißtanne und zu 10 Prozent eine Rotfichte. Die Douglasie wird zu 28 Prozent als Fichte und zu 31 Prozent als Weißtanne bezeichnet.
 
Marktforscher wissen wie man's macht, die Forstwirtschaft war dankbar! Schicken Sie zwischen Weihnachten und 6. Januar Ihre Interviewer in eine repräsentative Auswahl der Privathaushalte; rüsten Sie die Herrschaften mit Zollstock und Nagelschere aus. Nutzen Sie die weihnachtliche Großzügigkeit der Befragten und erbitten Sie ein kleines Zweiglein vom Baum, dafür die Nagelschere, bitten Sie, den Baum messen zu dürfen, dafür der Zollstock. Füllen Sie das Zweiglein nebst Fragebogen in einen Umschlag und kleben Sie ihn zu, damit die Nadeln weder verlorengehen, noch in Ihrer Mantel- oder Hosentasche steckenbleiben oder sich auf dem Grunde Ihrer Aktentasche oder Ihres Stoffbeutels zu einem nicht mehr trennbaren Häuflein sammeln und Sie auch Daten und Nadeln nicht durcheinanderbringen. Schicken Sie dies an ein Holzbiologisches Institut Ihrer Wahl und warten Sie bis fleißige Studenten am Mikroskop die forstdendrologische Analyse der Nadeln abgeschlossen haben.
 
Dieses schöne Musterbeispiel einer klassischen Feldforschung stammt von Professor Dr. Josef Reichert, Produkt + Markt, Wallenhorst.
 
Quelle: Research International; f.voehl-hitscher@research-int.com

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