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Weltwirtschaftsklima getrübt

Das ifo Weltwirtschaftsklima seit 1989 

 Das ifo Weltwirtschaftsklima seit 1989

Die Verschlechterung des ifo Weltwirtschaftsklimas im dritten Quartal betraf gleichermaßen die Einschätzungen zur gegenwärtigen Lage als auch die Erwartungen für die nächsten sechs Monate. Trotz der Eintrübung bleiben beide Komponenten jedoch im positiven Bereich. Damit ist der konjunkturelle Aufschwung der Weltwirtschaft ins Stocken geraten.

Der Wirtschaftsklimaindikator ist in Nordamerika deutlich unter seinen langfristigen Durchschnitt gesunken, hauptsächlich aufgrund der spürbar negativeren Einschätzung der gegenwärtigen Wirtschaftslage. In Asien blieb der Wirtschaftsklimaindikator trotz eines weiteren Rückgangs sowohl der Lage, als auch der Erwartungen leicht über dem langjährigen Durchschnittswert. In Westeuropa ist der Wirtschaftsklimaindikator erstmals seit Anfang 2009 gesunken und zwar überwiegend aufgrund der merklich weniger positiveren Erwartungen. Die aktuelle Wirtschaftslage hat sich dagegen nach Ansicht der WES-Experten geringfügig verschlechtert, wird aber weiterhin insgesamt als günstig beurteilt.

Die Inflationserwartungen sind weltweit leicht gestiegen. Es wird in diesem Jahr mit einem Preisanstieg von 4,0% im Weltdurchschnitt gerechnet, während im Vorquartal noch von einem Anstieg um 3,8% ausgegangen worden war.

Nach Ansicht der WES-Experten sind der US-Dollar sowie das britische Pfund im Weltdurchschnitt angemessen bewertet. Der Euro und der Yen dagegen erscheinen etwas überbewertet. Im weltweiten Durchschnitt wird mit einem weiteren Wertverlust des US-Dollars im Laufe der nächsten sechs Monate gerechnet.

Soweit die Ergebnisse des Ifo World Economic Survey (WES) vom 3. Quartal 2011 in Zusammenarbeit mit der Internationalen Handelskammer (ICC) in Paris.
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