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Weniger Personen spenden – dafür häufiger

Es spenden weniger Personen, dafür häufiger, wie Studienergebnisse belegen (© Burkard Vogt / PIXELIO) 

 Es spenden weniger Personen, dafür häufiger, wie Studienergebnisse belegen (© Burkard Vogt / PIXELIO)

Die Deutschen haben im Jahr 2011 rund 4,3 Milliarden Euro gespendet und liegt damit deutlich unter dem Vorjahr. Während die Gesamtzahl der Spender sinkt, steigt allerdings die Häufigkeit der Zuwendungen. Langfristig betrachtet wächst das Gesamtvolumen der Spenden um rund 2 Prozent jährlich.

Rund ein Drittel der Deutschen im Alter von über zehn Jahren spendete im Jahr 2011 an Hilfsorganisationen, Kirchen oder gemeinnützige Organisationen. Verglichen mit dem Vorjahr nahm die Zahl der Spender damit um rund 10 Prozent auf 22 Millionen Personen ab. Gleichzeitig stieg aber die Spendenhäufigkeit von durchschnittlich 6,3 auf 6,7 Spenden pro Jahr an, wodurch der Rückgang im Gesamtvolumen begrenzt wurde. Die durchschnittliche Höhe pro Spende ist seit Jahren stabil auf einem Wert von rund 29 Euro. Betrachtet man das Gesamtspendenvolumen über einen längeren Zeitraum, so zeigt sich seit dem Jahr 2006 eine konstante Aufwärtsbewegung von rund 2 Prozent pro Jahr.

Insgesamt 4,1 Millionen Deutsche, meist im mittleren Alter, waren im letzten Jahr Neuspender. Damit zeigt sich ein deutlich anderes Bild als im Jahr 2010, wo die Überschwemmungen in Pakistan und das Erdbeben auf Haiti speziell jüngere Menschen als Neuspender aktivieren konnte. Als große Spendenauslöser erwiesen sich 2011 der Tsunami in Japan sowie die Hungersnot in Somalia. Obgleich die Anteilnahme der Welt an den Folgen der Natur- und Atomkatastrophe in Japan enorm war, lag die Spendensumme deutlich unter dem Niveau anderer Ereignisse. Die japanische Regierung hatte allerdings auch nicht aktiv zu Spenden aufgerufen. Und die Bedürftigkeit einer Wirtschaftsnation wie Japan wurde von den Deutschen offenbar auch geringer gewertet, als für ein Land wie Somalia.
Von den Spenden floss mit rund 74 Prozent der Hauptanteil in die humanitäre Hilfe. Knapp 8 Prozent wurden für Kultur- und Denkmalpflege aufgebracht und damit deutlich mehr als in 2010, wo der Anteil bei rund 5 Prozent lag. Auch der Tierschutz konnte seine Bedeutung leicht um einen Punkt auf 5 Prozent steigern. Umweltschutzorganisationen verbuchten gleichbleibend rund 4 Prozent aller Spenden für sich.

Dies sind Ergebnisse der Studie „Bilanz des Helfens“, die von der GfK im Auftrag des Deutschen Spendenrats jährlich durchgeführt wird. Im Rahmen des GfK CharityScope erfasst die GfK seit dem Jahr 2004 im Auftrag des Deutschen Spendenrats e.V. monatlich das Spendenverhalten in einer repräsentativen Stichprobe von 10.000 Privatpersonen.
Nähere Informationen zur GfK finden Sie online im p&a Handbuch der Marktforschung. Firmenprofil >>
Quelle: GfK

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