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Wenn Maschinen lernen

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Bild: pixabay.com 

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Für die Marktforschung kann Künstliche Intelligenz eher eine Unterstützung denn eine Bedrohung sein.

Ein Beitrag von Sabine Hedewig-Mohr, Redaktionsleiterin planung&analyse

Die Welt von Big Data und Künstlicher Intelligenz (KI) bietet der Marktforschung eine Fülle neuer Instrumente, die klassische Befragung rückt dabei in den Hintergrund. Gegen die Übermacht von alternativen Anbietern helfen aber die bekannten Strategien: Kompetenz im Umgang mit Daten unter Beweis stellen und den Kunden keine Datenberge, sondern intelligente Lösungen liefern.

Auf dem Werbefestival in Cannes wurde ein Film gezeigt, der komplett von Künstlicher Intelligenz produziert wurde. Vom Casting der Darsteller, Maske, Schnitt, sogar Regie – alles wurde von Computern erledigt. Watson von IBM war beschäftigt, Microsoft-Chatbot MS-Rinna, Gesichtserkennung Affectiva und selbstlenkende Kamera-Drohnen.

Die Agentur Saatchi & Saatchi, die sich das Ganze ausgedacht hat, gab dem Produktions-Team von Eclipse das Pseudonym Anni Mathison, eine Hommage an Alan Mathison Turing, den geistigen Vater der Künstlichen Intelligenz. Turing, der es schaffte, den Code der Entschlüsselungsmaschine Enigma zu knacken, stellte als Erster die Frage: „Können Maschinen denken?“ und schaffte einen wesentlichen Teil der theoretischen Grundlagen für die moderne Computertechnologie.

Er dachte sich auch den Turing-Test aus: Wenn ein Mensch die Antworten einer Maschine und eines Menschen nicht unterscheiden kann, spricht man von Künstlicher Intelligenz. Diesen Test hat bis heute kein Programm bestanden, dennoch ist überall die Rede von Künstlicher Intelligenz.

IT-Marktforscher Gartner hat das Thema für 2016 auf die Agenda gehoben. Zahlreiche Techniken wie Autonomes Fahren, das Internet der Dinge, Machine Learning haben laut dem IT-Berater bereits den Höhepunkt der überzogenen Erwartungen im Gartner-Hype-Cycle verlassen und befinden sich laut Prognose auf dem Weg zur regelmäßigen Anwendung.

Verbraucher haben kaum Ressentiments

Für die Verbraucher ist Künstliche Intelligenz nicht mit Ressentiments behaftet. Nach einer Umfragen von Rocket Fuel, einem Anbieter einer selbstlernenden programmatischen Marketingplattform, gehen 54 Prozent der befragten Europäer davon aus, dass Künstliche Intelligenz schon unter uns ist oder gelegentlich im Alltag eingesetzt wird. 23 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass KI dabei hilft, große Probleme der Welt zu lösen und nur 10 Prozent der Europäer denken, dass KI eine Bedrohung für die Menschheit darstellt. Der Oxford-Philosoph Luciano Floridi sagte hingegen auf dem Burda-Gipfel: „Auf dem ganzen Planeten existiert nichts Technologisches, was der Intelligenz einer Ratte auch nur entfernt nahekommt.“

Am Fraunhofer Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS) spricht man heute schon von Künstlicher Intelligenz in Zusammenhang mit modernen Technologien. Prof. Christian Bauckhage, Lead Scientist für Machine Learning und Künstliche Intelligenz, unterscheidet zwischen schwacher, starker und übermenschlicher KI. Die schwache KI sei schon überall sichtbar, etwa bei Siri, der freundlichen Stimme im iPhone.

Starke Künstliche Intelligenz wäre vergleichbar mit der des Menschen. „Es wird nicht mehr lange dauern, bis Maschinen die Leistungsfähigkeit von Menschen haben“, glaubt Bauckhage. „Bei dem Fortschritt der letzten Jahre, werde ich das noch erleben.“ Und wer ist am Weitesten fortgeschritten mit KI-Technologie? „Google natürlich“, so die spontane Antwort des Professors. Google hat Milliarden in Startups und eigene Entwicklungen investiert. Der Suchmaschinenriese, der lieber als Alphabet in Erscheinung tritt und sich nicht mehr alleine mit Suche identifizieren lassen will, hat sich neuerdings auch in das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) eingekauft.

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