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Wenn Putzfrau, dann Gefängnis? Schwarzarbeit im Privathaus

Daß Schwarzarbeit ein Problem ist, kann die Bevölkerung nachvollziehen. Wenig nachvollziehbar erscheint der Mehrheit jedoch, wenn der Staat die Jagd auf den Bagatellbereich der Schwarzarbeit in Privathaushalten intensivieren und versäumte Meldepflichten härter als bislang bestrafen will. Das gilt besonders für die schon viel zitierte Putzhilfe. Nur 10 Prozent der Bevölkerung sind der Auffassung, daß jemand, der eine Putzhilfe im Haushalt nicht ordnungsgemäß gemeldet hat, härter als bisher bestraft werden sollte. 79 Prozent halten ein rigoroseres und härteres Vorgehen des Staates in einem solchen Fall nicht für notwendig. Fast genauso wenig Verständnis für härtere Bestrafung hat die Bevölkerung für die rigorosere Ahndung von professioneller handwerklicher Dienstleistung, wenn sie im Privaten am Finanzamt und an den Sozialkassen vorbei abgerechnet wird. Wenn beispielsweise ein Maler die Zimmer in einem Privathaushalt renoviert, ohne dafür eine offizielle Rechnung zu schreiben, sind 70 Prozent der Meinung, dass eine härtere Bestrafung nicht notwendig ist. Nur 16 Prozent sind in einem solchen Fall für eine Verschärfung der Gesetze. Der Wunsch, daß Bagatellen Bagatellen bleiben, ist quer über alle parteipolitischen Lager hinweg verbreitet. Ob man nun SPD-, CDU/CSU-, GRÜNEN-, FDP- oder PDS-Anhänger befragt, überall zweifelt die große Mehrheit daran, daß eine härtere Bestrafung für die kleinen unangemeldeten Dienstleistungen im Privatbereich tatsächlich notwendig ist.
Quelle: Institut für Demoskopie Allensbach; www.ifd-allensbach.de

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