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Wie nah oder fern fühlen sich die Deutschen in Ost und West?

Dieser Frage ist das Institut für Marktforschung in Leipzig (IM Leipzig) in einer bundesweiten, telefonischen Bevölkerungsumfrage nachgegangen. Die Ergebnisse zeigen, dass in der westdeutschen Bevölkerung überwiegend das Verbindende zwischen Ost und West gesehen wird.
 
44% sind der Ansicht, dass sich Ost- und Westdeutsche im siebzehnten Jahr nach der Wiedervereinigung eher nah stehen. Nur jeder Vierte (25%) hat das Gefühl, Ost- und Westdeutsche seien sich eher fern. Die übrigen 31% geben an, dass sich Ostdeutsche weder besonders nah noch fern sind. Die Einschätzung, wonach das Ost-West-Verhältnis eher durch Nähe und weniger durch Distanz geprägt ist, zeigt sich im Westen fast durchgängig.
 
Allerdings ist der Grad, in dem die Nähe zum Osten empfunden wird, durchaus unterschiedlich. Vor allem in der Altersgruppe der 18 bis 29jährigen wird das Verhältnis von Ost und West als besonders eng empfunden: "eher nah" sagen hier 58%. Nur eine Minderheit (21%) sieht eher das Trennende. In den anderen Altersgruppen wird die Nähe zwischen Ost und West nicht so stark empfunden wie in der jüngeren Generation. Die Empfindung, dass sich die Deutschen eher nah oder eher fern stehen, ist im Westen offenbar auch eine Frage des Bildungshintergrunds. So sind Befragte mit höherem Bildungsabschluss überwiegend der Ansicht, Ost und West seien sich nah (51%). Bei Befragten mit Hauptschul- oder Realschulabschluss ist die gefühlte Nähe weitaus geringer.)
 
Etwas anders sehen die Ostdeutschen die Lage. Dass sich Ost und West heute eher nah stehen, finden hier deutlich weniger (37%). Hier empfindet fast jeder Dritte (32%) das Verhältnis von Ost- und Westdeutschen als eher fern und distanziert.
 
Wäre nicht die in Kilometern gemessene Entfernung in Deutschland ausschlaggebend, sondern die gefühlte Nähe, dann würde Deutschland anders aussehen als wir es von der Karte her kennen. Eine vertraute Nähe mit dem Osten empfindet vor allem Baden-Württemberg. Hier schätzen 57% das Verhältnis als eher nah ein und nur 26% als eher fern. Als eng verbunden schätzen auch die nördlichen Bundesländer im Westen (Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein, Niedersachsen) das Verhältnis von Ost- und Westdeutschen ein. 45% empfinden das Verhältnis als eher nah und nur 18% als eher fern. Nicht ganz so stark ausgeprägt ist das Gefühl von Nähe in Bayern, Nordrhein-Westfalen und den übrigen alten Bundesländern. In den neuen Bundesländern wird das Gefühl der Nähe durchweg nur sehr eingeschränkt geteilt.
 
Befragt wurden im Dezember 2006 insgesamt 500 Personen in den neuen Bundesländern und 502 in den alten Bundesländern. Die Untersuchung ist repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.
 
Quelle: IM Leipzig; www.imleipzig.de

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