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Wie sind sie - unsere Nachbarn in Österreich?

Sechs von zehn Österreicher (58 %) kann man drei Typen von Lebenswelten oder Euro-Socio-Styles zuordnen, denen der Wunsch nach Harmonie gemeinsam ist. 22 % leben in der von Misstrauen und dem Bedürfnis nach Schutz geprägten "steady world". 19 % der 4.200 Befragten entspricht die "authentic world" am meisten, die vom Wunsch nach Gleichgewicht und Ausgewogenheit in jeder Hinsicht geprägt ist. 17 % sind in der "standing world" zu Hause, in der die Balance zwischen Tradition und Offenheit für Neues gesucht wird.
 
Die fünf weiteren Socio-Styles sind unter den Österreichern viel seltener anzutreffen. Jeweils 8 % fühlen sich in der "new world" der liberalen, urbanen Jungen oder der ebenfalls jungen, freizeit- und erfolgsorientierten "crafty world" bzw. unter den besonders Sicherheitsorientierten, meist mittleren Alters, der "secure world" zu Hause. Die jungen Passiven der "magic world" (7 %) und die in erster Linie am Wohlbefinden Orientierten der "cosy tech world" (5 %) kommen in Österreich am seltensten vor.
 
Soziale Sicherheit und sinnvolle befriedigende Arbeit sind den Österreichern wichtiger als Besitz und hoher Lebensstandard: Soziale Sicherheit ist für die Mehrheit (95 %) eine wesentliche Richtlinie für persönliche Lebensgestaltung. Für beinahe zwei Drittel der Österreicher (64 %) ist die soziale Sicherheit sogar "sehr" wichtig für die Gestaltung ihres persönlichen Lebens. Auch in den gesellschaftspolitischen Orientierungen zeigt sich diese Wertigkeit deutlich.
 
Der allgemein starke Wunsch nach sinnvoller und befriedigender Arbeit (92 %) ist vor allem bei den 20- bis 29-Jährigen und den gesellschaftskritischen Urbanen der "new world" vorhanden, also Menschen, denen Selbstverwirklichung sehr wichtig, materialistische Werte vergleichsweise eher unwichtig sind. Wohl auch deshalb, im Bewusstsein der Ressource Mensch, entdecken österreichische Unternehmen zunehmend Mitarbeiterbefragungen als effizienzsteigernde Unternehmensstrategie.
 
Wie in ihrem persönlichen Leben streben die Österreicher auch in ihren gesellschaftspolitischen Ansichten nach Harmonie und vertreten nur selten Extrempositionen: Sechs von zehn halten sich für liberal, sechs von zehn orten sich auch in der politischen Mitte. Kaum jemand stellt sich als "sehr" rechts, links, konservativ oder liberal dar.
 
Frau und Herrn Österreicher ist Harmonie nicht nur wichtig, es ist ihnen auch gegeben, sie zu empfinden. Sie fühlen sich zwar Belastungen ausgesetzt, aber das tut dem Gefühl, zufriedene Bewohner einer "Insel der Seligen" zu sein, letztlich keinen Abbruch: Die Mehrheit der Österreicher gibt an, allen in allem zufrieden zu sein, 42 % sind sogar "sehr" zufrieden trotz der gleichzeitig empfundenen Belastungen. An der Spitze der Lebensbereiche, die als Belastung empfunden werden, stehen die berufliche Situation (43%), die familiäre, private (34%) und die gesundheitliche Situation (35 %). Weitere Ergebnisse und Informationen zur österreichischen Identität können Sie bei der Fessel GfK abrufen.
 
Quelle: FESSEL-GfK Sozialforschung; Susanne.Gahbauer@gfk.at

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