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Wirtschaftsdarstellung im TV

Krimi und Daily Soap zeichnen unterschiedliche Wirtschaftsbilder (© Illustration Marcus Stark / pixelio.de) 

 Krimi und Daily Soap zeichnen unterschiedliche Wirtschaftsbilder (© Illustration Marcus Stark / pixelio.de)

In Fernsehsendungen wird oftmals auch ein Ausschnitt von Wirtschaftsleben dargestellt, da Protagonisten einer beruflichen Tätigkeit nachgehen. Während der „Tatort“ oftmals Skandale aufgreift, konzentriert die Daily Soap „GZSZ“ in erster Linie um Selbstverwirklichung.

Die Krimireihe und die Daily Soap vermitteln deutlich unterschiedliche Wirtschaftsbilder: Der „Tatort“ stellt Wirtschaft in diversen Branchen und Unternehmensformen dar. Er spart weder konflikthaltige Arbeitsverhältnisse noch kriminelle Praktiken von Unternehmern und Managern aus. Gerne greift er Skandale auf und nimmt eine kritisch-investigative Position zu Missständen ein. Im „Tatort“ gibt es beispielsweise Wirtschaftsakteure in leitenden Positionen, die nach Erfolg, Ansehen, Macht und Reichtum streben und dafür auf Familie, Freunde oder Vergnügen verzichten.

„GZSZ“ präsentiert dagegen jüngere Protagonisten im Lifestyle-Szene-Milieu, in dem wirtschaftliche Realitäten oft zweitrangig sind. Sofern ihr Handeln wirtschaftlich motiviert ist, geht es in erster Linie um Selbstverwirklichung. Für die Wirtschaftsprotagonisten bei „GZSZ“ sind Freundschaft und Erfolg gleich wichtig und widersprechen einander nicht. Vielmehr sind Freunde und Familie häufig Schlüssel zum Erfolg.

Das Forschungsthema Wirtschaft im Fernsehen wurde bisher vorwiegend auf Informationssendungen bezogen. Anliegen dieser Studie ist es, dieses Thema auf fiktionale Unterhaltungssendungen auszuweiten, da Serien und TV-Filme für die Meinungsbildung und Entstehung von Vorurteilen durch Stereotypisierungen ebenso wichtig sind wie Nachrichten und Magazine. Die Pilotstudie „Wirtschaftsbilder in der Fernsehunterhaltung“ verfolgt mit der Analyse zweier gleichermaßen populärer, aber formal und inhaltlich unterschiedlicher TV-Formate das Ziel, Hypothesen über Zusammenhänge zwischen Fernsehunterhaltung, Inszenierung von Wirtschaft und Wertevermittlung zu gewinnen. Die Analyse wurde vom Forschungs- und Kompetenzzentrum Audiovisuelle Produktion der Hamburg Media School (HMS) unter der Leitung von Prof. Dr. Oliver Castendyk und vom IFEM Institut für empirische Medienforschung (Köln) unter der Leitung von Dr. Udo Michael Krüger im Auftrag des Gemeinschaftsausschuss der Deutschen Gewerblichen Wirtschaft durchgeführt. Die Studie verknüpft eine quantitative Inhaltsanalyse mit einer qualitativen Fallanalyse und Interviews mit Produzenten und Wirtschaftsexperten.
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