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Wirtschaftsprognosen beunruhigen europäische Verbraucher

Anschaffungsneigung in Europa 

 Anschaffungsneigung in Europa

Neue Rettungsschirme, die Unsicherheit über die weitere Entwicklung in Griechenland, Italien und Frankreich sowie die Aussicht auf eine schlechtere Wirtschaftsentwicklung im Jahr 2012 verunsichern die europäischen Verbraucher. Im Zuge dieser Entwicklung sanken in den meisten Ländern die Konjunkturerwartung, Einkommenserwartung sowie die Anschaffungsneigung.


Die Prognosen für das voraussichtliche Wirtschaftswachstum wurden in nahezu allen Ländern der EU nach unten korrigiert. Die Ausnahme bildet Spanien, wo die Konjunkturerwartung als einziges Land angestiegen ist. Die besten Werte des Indikators verzeichnen derzeit Deutschland mit -0,9 Punkten und Spanien (-3,6 Punkte). Auf Platz drei liegt mit sehr großem Abstand und einem Wert von -25,5 Punkten Bulgarien. Die Schlusslichter bilden Portugal (-54,7 Punkte), Griechenland (-58,6 Punkte) und die Tschechische Republik (-63 Punkten).

Bei der Einkommenserwartung hat sich Deutschland mit 34 Punkten komplett von der Entwicklung in den anderen europäischen Staaten abgekoppelt. Aufgrund der sehr guten wirtschaftlichen Entwicklung rechnen die Verbraucher damit, dass die Löhne und Gehälter auch im Jahr 2012 weiter deutlich steigen werden. Den nächsthöchsten Wert verzeichnet erneut Spanien mit -8,6 Punkten. Österreich folgt mit -19,7 Punkten. Von deutlich sinkenden Einkommen gehen weiterhin die Griechen (-65 Punkte) sowie die Italiener (-60,7 Punkte) und Franzosen (-60,4 Punkte) aus.

Zum ersten Mal seit September 2008 liegen die Deutschen nur auf Platz 2 der betrachteten Länder der Europäischen Union in Bezug auf ihre Ausgabebereitschaft. Damals verzeichnete Bulgarien eine höhere Anschaffungsneigung, aktuell liegt Österreich mit 35,6 Punkten vor Deutschland (27,4 Punkte). Am stärksten halten die Franzosen (-29,8 Punkte), die Portugiesen (-44,1 Punkte) sowie die Briten (-53,8 Punkte) ihr Geld zusammen.

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt in Großbritannien wird immer schwieriger. Die Arbeitslosigkeit lag im vierten Quartal 2011 bei 8,3 Prozent. Das ist die höchste Arbeitslosenquote seit 1996. Die allgemeine schlechte wirtschaftliche Lage, insbesondere die hohe Inflation sowie die starke Angst vor Arbeitslosigkeit, drückt auch auf die Konsumlaune der Verbraucher. Die Regierung versucht die Stimmung mittelfristig zu verbessern, indem sie weniger von Sparpaketen und mehr von Wachstum spricht. Auch in Italien ist die Arbeitslosigkeit eines der bestimmenden Themen. Im Dezember 2011 lag sie bei 8,6%, die Jugendarbeitslosigkeit bei 29% - einem der höchsten Werte in Europa.

Die Ergebnisse sind ein Auszug aus der internationalen Ausweitung der Studie GfK-Konsumklima MAXX und basieren auf Verbraucherinterviews, die im Auftrag der EU-Kommission in allen Ländern der Europäischen Union monatlich durchgeführt werden.
Nähere Informationen zur GfK-Gruppe finden Sie online im p&a Handbuch der Marktforschung. Firmenprofil >>
Quelle: GfK

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