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Zeitungen und Zeitschriften punkten mit hoher Glaubwürdigkeit

Wachsende Internetnutzung ginge zu Lasten von Zeitungen und Zeitschriften ist ein vielzitierter Zusammenhang. Eine aktuelle Studie stellt jedoch eine stabile und sogar steigende Nutzung von Printmedien bei gleichzeitig wachsendem Internetkonsum fest.
 
Knapp 40 Prozent der Befragten gaben an, dass sie das Internet heute häufiger als noch vor fünf Jahren nutzen würden. Ein Fünftel (22 Prozent) spricht von gleichbleibender Häufigkeit.
 
61 Prozent der Deutschen geben auch an, dass ihre Nutzungsfrequenz bezogen auf Zeitschriften bzw. Zeitungen unverändert sei. 22 Prozent lesen nach eigenen Angaben heute seltener in Printmedien als noch vor fünf Jahren. Dagegen sprechen 16 Prozent der Befragten von einer häufigeren Nutzung der Printmedien. Letztere gehören vor allem zur jungen Zielgruppe im Alter zwischen 14 und 29 Jahren.
 
Leser-Blatt-Bindung, Papierformat und Nutzungsgewohnheit sorgen für stabile Printnutzung
Für eine stabile Mediennutzung von Printerzeugnissen sorgen vor allem eine hohe Leser-Blatt-Bindung (47 Prozent), die haptische Anmutung des Papierformates (Ich blättere gern darin, 47 Prozent) und die Nutzungsgewohnheit (beispielsweise die Tageszeitung am Frühstückstisch lesen, 43 Prozent). Die gleichen Argumente geben auch die Befragten mit gestiegener Printnutzung an und erklären zudem, dass sie sich gern von jeder neuen Ausgabe ihrer Zeitung oder Zeitschrift überraschen lassen (24 Prozent) und nicht auf die glaubwürdigen und gut recherchierten Informationen verzichten wollen (31 Prozent).
 
Erhöhter Orientierungs- und Informationsbedarf
Ein Blick auf die Befragungsdaten zeigt, dass ein gestiegener Orientierungs- und Informationsbedarf zu einem höheren Medienkonsum generell führt. Ein Fünftel derjenigen, die beide Mediengattungen (Print und Online) heute häufiger als noch vor fünf Jahren nutzen, suchen in Druckmedien Unterstützung und Information zu den neuen Kommunikationstechnologien. Und auch die Anbieter der klassischen Printmedien haben offenbar auf neue Anforderungen reagiert: Sowohl Offliner (39 Prozent) als auch Onliner (37 Prozent) begründen den gestiegenen Printkonsum mit einem verbesserten Zeitschriften- bzw. Zeitungsangebot. Offliner (23 Prozent) und Onliner (19 Prozent) berichten zudem, einen interessanten Titel (neu) entdeckt zu haben. Line Extensions und Launches lassen Onliner trotz gestiegender Aufwendung im Internet zum Zeitungs- bzw. Zeitschriftenformat auf die Papierformen zurückgreifen.
 
Kostenlos-Mentalität des Internets strahlt auf andere Medien aus
Über die Hälfte der Befragten mit abnehmender Printaffinität geben an, kein Geld mehr für Informationen in gedruckter Form ausgeben zu wollen, da sie ja schließlich im Internet kostenlos erhältlich sei. Ein Viertel weist in diesem Zusammenhang auf gestiegene Copypreise der Zeitschriften bzw. Zeitungen hin und begründet damit ihre Abwendung von den Papierformaten. Grundsätzlich zeigt diese Argumentation genau den in der Fachwelt diskutieren Werteverfall von Information.
 
Das sind die Ergebnisse der aktuellen Studie "Print-Nutzung in Zeiten digitalisierten Contents" der TNS Emnid Medienforschung. Befragt wurden 1.724 Bundesbürger ab 14 Jahren nach der eigenen Internetnutzung und der Nutzung von Zeitschriften bzw. Zeitungen im Zeitverlauf der letzten fünf Jahre.
Quelle: TNS Emnid; www.tns-emnid.com

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