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Zensus 2011 – und die Folgen für die ma

Wie mittlerweile bekannt, leben in Deutschland laut Zensus 2011 rund 1,5 Millionen Menschen weniger als bisher angenommen. Dies hat Folgen für die Grundgesamtheiten der ma. Allerdings erst 2015 oder 2016 – denn nach derzeitigem Stand der Planung sollen erst im August 2014 alle nötigen Daten der Statistischen Landesämter und des Statistischen Bundesamts vorliegen.

Bereits die ersten Daten des Zensus 2011 zeigen, worin die gravierendsten Veränderungen liegen: Während die deutsche Wohnbevölkerung nur um 400 000 Personen geringer ausfällt (minus 0,6 Prozent), liegt die Anzahl der Ausländer um 1,1 Millionen niedriger als bisher angenommen – ein Minus von 14,9 Prozent.

Quelle: agma 

 Quelle: agma


Grund für die Abweichungen: Der alte Zensus basierte auf der Volkszählung von 1987 und dem Melderegister der DDR von 1990. Er wurde nur fortgeschrieben, bis 2011 aber nie neu erhoben. Der im Mai veröffentlichte neue Zensus beinhaltet nur Bevölkerungszahlen für alle Gemeinden, nicht aber Daten zu den Haushalten. Sie sollen Ende des ersten Quartals 2014 veröffentlicht werden. Dann fehlt noch die notwendige laufende Bevölkerungsfortschreibung mit den Gemeindeangaben nach Nationalität, Alter und Geschlecht. Sie wird voraussichtlich erst ab August 2014 zur Verfügung stehen. Deshalb können die Sollzahlen zur Gewichtung und Hochrechnung der ma-Erhebungen das Zensus-Material frühestens 2015 berücksichtigen (Basis ist dann der Mikrozensus 2013). Ob die Umstellung zur ma 2015 oder 2016 stattfinden wird, kann noch nicht abschließend beurteilt werden. Dazu fehlen noch verbindliche Rückmeldungen der Statistischen Landesämter und des Statistischen Bundesamts.
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