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Zurückhaltung bei Versicherungsabschlüssen, Talsohle aber durchschritten

Die Nachfrage nach privaten Versicherungen bleibt in Deutschland auch im zweiten Quartal 2009 verhalten und deutlich hinter dem Niveau der Vorjahre zurück. Nach dem massiven Einbruch zu Jahresbeginn hat sich die Nachfrage in den meisten Sparten leicht erholt.
 
Das Potenzial für den Neuabschluss von Versicherungen beläuft sich im Gesamtmarkt auf 3,5 Mio. Verträge (Vorquartal: 3,2 Mio.) - nach einem potenziellen Vertragsvolumen von 4,3 Mio. im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
 
Leicht erholen im Vergleich zur extrem schwachen Nachfrage im ersten Quartal 2009 konnten sich insbesondere die Sparten SUH (Anstieg von 1,2 auf aktuell 1,3 Mio. potenzielle Neuverträge) und Altersvorsorge (Anstieg von 0,2 auf 0,5 Mio.).
 
Auf der Produktebene muss in der Altersvorsorge-Sparte die Fondsgebundene Lebensversicherung weiterhin deutlich Federn lassen, während sich die sicherheitsorientierte Kapital-Lebensversicherung in Zeiten der Finanzkrise einer stabilen Nachfrage erfreut.
 
Während die generelle Nachfrage nach Versicherungen in der Gesamtbevölkerung seit nunmehr einem Jahr stabil bei 37 Prozent liegt, fällt die kurzfristige Abschlussintention der grundsätzlich abschlussbereiten Kunden für das laufende Quartal mit 17 Prozent nach wie vor mäßig aus (Vorquartal: 16%); im Vergleichszeitraum des Vorjahres lag dieser Wert noch bei 21 Prozent. Besonders deutlich zeigt sich die Zurückhaltung in der Gruppe der unter 30-Jährigen: Diese sind zwar grundsätzlich in hohem und sogar noch wachsendem Maße an Versicherungsabschlüssen interessiert (aktuell: 59%), zögern bei der Umsetzung aber spürbar häufiger als in den Vorjahren.
 
Deutlich erfreulicher und krisenfester sieht die aktuelle Entwicklung bei den Kunden mit einem Haushaltsnetto-Einkommen von über 2.000 Euro aus: Der Wille zum kurzfristigen Versicherungsabschluss liegt hier erstmals seit zwei Jahren über dem Durchschnitt des Gesamtmarkts (19% vs. 17% gesamt). Überdurchschnittliches Interesse besteht hier insbesondere an Kfz-Versicherungen, im Bereich Schaden/Unfall/Haftpflicht sowie an privaten Kranken- und Pflegeversicherungen.
 
Das sind Ergebnisse der aktuellen Ausgabe der Studie "Assekuranz Absatzpotenzial-Index ASSDEX" von YouGovPsychonomics. Zur Ermittlung des ASSDEX werden seit 2007 zu Beginn jedes Quartals 1.500 private Versicherungskunden ab 18 Jahren repräsentativ zu ihrer generellen Abschlussbereitschaft sowie zu ihrer kurzfristigen Abschlussintention im laufenden Quartal befragt.
Quelle: YouGovPsychonomics; www.psychonomics.de

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