Marketing
29. Juni 2012
Bezahlschranke bei Regionalzeitungen wird kommen
92 Prozent der befragten Geschäftsführer deutscher Regionalverlage davon aus, dass sich Paid Content in ihrem Business durchsetzen wird. Bislang klafft zwischen Vision und Wirklichkeit allerdings noch eine große Lücke. Vier Verlagsobjekte der in der Studie untersuchten Top-30-Regionalzeitungen haben derzeit echte Paid-Content-Modelle, die über ein E-Paper-Angebot oder iPad Angebot hinausgehen. Nach wie vor ist „gratis“ angesagt.Dadurch trägt das Digitalgeschäft aktuell gerade mal ein Prozent zum Umsatz der befragten Verlage bei. Der Anteil soll zwar in den nächsten drei Jahren immerhin auf 6,1 Prozent steigen, doch derzeit geben 69 Prozent der Verlagsmanager an, ihre Kosten für Digital Publishing nicht decken zu können. Unter Einbeziehung aller redaktionellen Personalkosten sind es sogar 100 Prozent.
90 Prozent der regionalen Verlagsmanager sehen Online inzwischen als echte Alternative zu Print, 77 Prozent wollen auch die lokalen Inhalte komplett digital bereit stellen und 53 Prozent sprechen für ihr Haus sogar von einer redaktionellen „Online first"-Strategie.
Trotz aller digitalen Pläne unterscheidet sich die Performance der einzelnen Web-Auftritte massiv. In Korrelation zur verkauften Printauflage zeigt die Studie echte High- und Underperformer bei den generierten Unique Usern. So kommt mit dem „Hamburger Abendblatt" ausgerechnet ein Paid-Content-Nutzer mit durchschnittlich 17 Unique Usern pro verkauftem Printexemplar auf einen Spitzenwert. Die meisten Regionalzeitungen aber dümpeln noch bei deutlich unterdurchschnittlichen Werten vor sich hin.
Die Studie wurde exklusiv mit HORIZONT (wie planung & analyse aus dem deutschen Fachverlag) durchgeführt und auf dem 1. Deutschen Zeitungsgipfel von Rolf-Dieter Lafrenz, Geschäftsführer der Schickler Unternehmensberatung, präsentiert.
Quelle: Horizont.net
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