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Marketing


Bruttowerbedruck nimmt ab

Auch bei der Werbung wird jetzt gespart (© Karl-Heinz Laube / pixelio.de) 

 Auch bei der Werbung wird jetzt gespart (© Karl-Heinz Laube / pixelio.de)

Der Bruttowerbedruck in Deutschland steigt gegenüber dem Vergleichszeitraum 2011 nur um ein Prozent. Er erreichte laut Nielsen nach den ersten drei Quartalen 2012 ein Brutto-Niveau von rund 18,2 Milliarden Euro. Im dritten Quartal 2012 entwickelte sich der Werbemarkt mit minus einem Prozent sogar rückläufig. Dafür ist insbesondere die schwache Entwicklung im Juli verantwortlich (-2,2 Prozent), während der Bruttowerbedruck im August (-0,1 Prozent) eher stagnierte und der September mit einem nur leicht größeren Minus (-0,7 Prozent) zwar keinen Aufwärtstrend brachte, aber auch keine wesentliche Verschärfung.
 
Auch im aktuellen Werbemarkt gibt es Wachstumstreiber, und das nicht nur unter den Top-50-Akteuren: Samsung beispielsweise nahm 21 Millionen Euro zusätzlich in die Hand und steigerte damit sein Werbebudget um gut 80 Prozent. Davon floss ein großer Teil in Werbung für die Galaxy-Serie. Die Werkstattkette A.T.U. gab 20 Millionen Euro mehr aus als im Vergleichszeitraum 2011 – überwiegend für Fernsehwerbung. Und die Allianz Versicherung steigerte ihre Werbeausgaben um knapp 16 Millionen Euro. Der Schwerpunkt lag dabei im dritten Quartal ebenfalls auf der Fernsehwerbung.
 
Auch im E-Commerce wurde mehr Geld für Werbung ausgegeben: Mit einem Plus von 21 Prozent wurde hier nach drei Quartalen die Marke von 500 Millionen Euro überschritten. Zwar reduzierte Top-Werber Zalando seine Ausgaben um 24 Millionen Euro, andererseits erhöhte wiederum eBay den Werbedruck besonders im
dritten Quartal und konnte den Rückgang bei Zalando in etwa kompensieren.
Dabei setzte eBay in erster Linie auf Internetwerbung, gefolgt von TV. Hinzu kommen weitere Etatsteigerungen im zweistelligen Millionenbereich bei Media Markt
E-Business, Planet Sports, Hotel Reservation Service, Comvel und Unister.
 
In der Jahresbetrachtung war Internetwerbung einmal mehr der Wachstumssieger schlechthin (plus 18,2 Prozent). Radiowerbung erreichte ein Wachstum von 5,2 Prozent, und auch bei der TV-Werbung ist eine positive Entwicklung (2,6 Prozent) zu notieren.
 
Alle anderen Mediengattungen verzeichneten Rückgänge: Bei der Out of Home-Werbung ging der Werbedruck um 2,6 Prozent zurück. Im Printbereich gab es Rückgänge um insgesamt -5,1 Prozent. Dabei herrschte bei den Fachzeitschriften mit -0,6 Prozent nahezu Stagnation. Publikumszeitschriften (-4,6 Prozent) und
Tageszeitungen (-5,8 Prozent) waren stärker von der Werbezurückhaltung der Unternehmen betroffen.
 
Die von Nielsen erhobenen Bruttowerbedaten geben den Werbedruck wieder, den die Werbungtreibenden auf ihren Produkten und Services beim Konsumenten entfachen. Aus den Bruttowerbedaten lässt sich detailliert ablesen, welche Mediastrategie die Werbungtreibenden verfolgen. Der Bruttowerbemarkt erhebt keinen Anspruch, die individuellen, monetären Geldflüsse zwischen den Marktteilnehmern widerzuspiegeln, deren Konditionen naturgemäß von der Marktmacht des Werbungtreibenden bzw. der Agentur sowie der allgemeinen Nachfrage am Werbemarkt bestimmt wird. Diese individuellen Geldflüsse zwischen den Marktteilnehmern werden auch nicht öffentlich bekannt gegeben.
Nähere Informationen zu The Nielsen Company finden Sie online im p&a Handbuch der Marktforschung. Firmenprofil >>

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