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Marketing


Einzelhandel sollte Aktivitäten im Social Web genau abwägen

© suedberliner  / pixelio.de 

 © suedberliner / pixelio.de

Für 42 Prozent der Befragten aus dem Einzelhandel liegt die größte Herausforderung darin, einen Zusammenhang zwischen den Werbemaßnahmen im Netz und der Konversion von Kunden herzustellen. An zweiter und dritter Stelle der offenen Fragen folgt die Entscheidung, wie viel Zeit und Geld in soziale Netzwerke (40 Prozent) und in welche sozialen Netzwerke (36 Prozent) investiert werden soll.
 
Der Einzelhandel gibt im Branchenvergleich mit das meiste Geld für Marketing in sozialen Netzwerken aus. So wurden dafür im Jahr 2012 durchschnittlich 21 Prozent des Marketingbudgets aufgewendet, während es 2013 voraussichtlich 28 Prozent sein werden. Nur die Marketingabteilungen von Telekommunikationsunternehmen werden 2013 noch mehr Geld für Social Media Marketing ausgeben.
 
Allerdings teilt der Einzelhandel nicht ganz den Optimismus der anderen untersuchten Branchen, wenn es um die Konzentration auf soziale Netzwerke geht und wie sich diese in Zukunft entwickeln werden. So vertrauen nur 64 Prozent der Marketingleiter aus dem Einzelhandel auf soziale Netzwerke. Damit liegt ihre Zustimmungsrate unter dem Durchschnitt von 69 Prozent - nur die Versicherungsbranche zeigt noch weniger Vertrauen. Außerdem weist der Einzelhandel die meisten Skeptiker auf (9 Prozent). Diese gehen davon aus, dass der „Hype“ um soziale Netzwerke bald vorübergeht und für die Kunden dann lediglich einen weiteren Kommunikationskanal darstellt.
 
Die Skepsis, mit der der Einzelhandel sozialen Netzwerken begegnet, ist durchaus angebracht - denn der von Marketingexperten angepriesene Erfolg von Werbemaßnahmen in sozialen Netzwerken spiegelt oft nicht die Einschätzung der Konsumenten wider. Nur ein Viertel der Konsumenten (26 Prozent) nutzt soziale Netzwerke, um sich über Neuigkeiten rund um bestimmte Unternehmen oder Marken zu informieren. Dagegen nutzen die meisten Konsumenten (78 Prozent) soziale Netzwerke hauptsächlich, um mit Freunden und Familie in Kontakt zu bleiben. Trotzdem sehen Marketingexperten aus dem Einzelhandel „die Verbesserung der Markenwahrnehmung" als einen der größten Vorteile (40 Prozent), den soziale Netzwerke Unternehmen bieten können. Dieser Aussage stimmen aus den anderen Branchen hingegen nur 27 Prozent der Befragten zu.
 
Vor diesem Hintergrund schneiden Unternehmen bzw. Marken, denen die Konsumenten unaufgefordert folgen, sogar relativ gut ab. Von solchen Unternehmen erhält fast die Hälfte der Nutzer (48 Prozent) gerne Werbebotschaften in sozialen Netzwerken. Genau das Gegenteil ist der Fall, wenn es sich um Unternehmen handelt, denen die Konsumenten nicht folgen. 40 Prozent gaben an, sich in solch einem Fall über unerwünschte Werbebotschaften zu ärgern. Darüber hinaus zählen unerwünschtes Marketing (Spam)
und Pop-up-Anzeigen für Konsumenten zu den schlimmsten Marketingmaßnahmen in sozialen Netzwerken.
 
Konsumenten sind bei der Interaktion mit Unternehmen vor allem an Rabatten oder Gutscheinen, neuen Produkten und Dienstleistungen sowie anstehenden Verkaufsaktionen und Veranstaltungen interessiert. Unter Marketingexperten genießen diese Themen jedoch keinen allzu hohen Stellenwert und wurden nur von 10 Prozent der Befragten genannt. Dagegen halten Marketingexperten Newsletter, Informationen über die soziale Verantwortung des Unternehmens und Befragungen zur Zufriedenheit der Kunden für sehr effektiv. Daran sind die Konsumenten wiederum am wenigsten interessiert.
 
65 Prozent der befragten Konsumenten gaben an, eine Marke nicht länger zu verwenden, wenn sie das Verhalten des Unternehmens in sozialen Netzwerken stören oder verärgern würde.
 
Für die Studie befragte das Marktforschungsunternehmen Vanson Bourne im Auftrag von Pitney Bowes Software 3.000 Konsumenten sowie 300 Marketingexperten aus Australien, Frankreich, Deutschland, Großbritanien und den USA zu ihrer Meinung über die von Marketingleitern initiierten Marketingaktivitäten in sozialen Netzwerken.
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