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Marketing


Frauenfußball-WM läßt Werbemarkt fast kalt

© Dieter Schütz / PIXELIO 

 © Dieter Schütz / PIXELIO

Der Bruttowerbemarkt in Deutschland ist laut Nielsen im ersten Halbjahr 2011 gegenüber dem Vorjahr um plus 4,6% bzw. 533 Millionen Euro auf insgesamt 12,1 Milliarden Euro gewachsen.
 
Ein nicht so ganz erfolgreiches Sommermärchen erlebt der deutsche Bruttowerbemarkt in diesem Jahr bei der Frauen-Fußball-WM im eigenen Land: Insgesamt wurden im ersten Halbjahr 2011 für die Werbemaßnahmen in Deutschland, die sich direkt oder indirekt auf die Frauen-Fußball-Weltmeisterschaft 2011 beziehen, knapp 60 Millionen Euro investiert. Dies steht allerdings in keinem Verhältnis zu dem Bruttowerbedruck, der bei der Herren-Fußball-WM 2006 generiert wurde: Insgesamt wurden damals im ersten Halbjahr 2006 562 Millionen Euro investiert - ein Unterschied von über einer halben Milliarde Euro.
 
Weitere Steigerungen ihrer Bruttowerbeausgaben unternahm die Pkw-Branche, die ihren Bruttowerbedruck von Januar bis Juni 2011 um plus 61 Millionen Euro auf 759 Millionen Euro ausbaute und damit weiterhin den Handelsorganisationen als werbestärkste Branche folgt.
 
Die höchsten Werbereduzierungen wurden indes bei der Branche der weißen Milchprodukte mit einem Minus von insgesamt 68 Millionen Euro verzeichnet. Ein Großteil dieser Reduzierungen ist dabei auf Danone zurückzuführen. Das Unternehmen steht in dieser Branche mit seinem Bruttowerbedruck zwar immer noch auf Platz 1, hat aber seinen Bruttowerbedruck um knapp die Hälfte (minus 45,6 Prozent / minus 45 Millionen Euro) reduziert. Diese Einsparungen gingen insbesondere zu Lasten der Marke Activia, was vornehmlich das vorher stark eingesetzte Werbemedium Fernsehen in seinem Bruttowerbeumsatz zu spüren bekam.
 
Weitere hohe Werbeeinsparungen wurden ebenfalls in den ersten sechs Monaten von den Handelsorganisationen getätigt, die ihre Werbeausgaben um minus 52 Millionen Euro reduzierten. Entgegen diesem Branchentrend entwickelte sich allerdings das Unternehmen Netto Marken-Discount, das seinen Bruttowerbedruck mit einem Plus von 38 Millionen Euro auf 68 Millionen Euro - nach dem Internetprovider 1&1 Internet AG mit plus 50 Millionen Euro - im ersten Halbjahr 2011 von allen Werbungtreibenden am zweitstärksten ausbaute. Der Discounter, der die Anzahl seiner Filialen in den kommenden Jahren erheblich steigern will, erhöht damit den Druck im umkämpften Discountermarkt und unterstützt diese Strategie seit Jahresanfang mit steigenden Bruttowerbeausgaben.
 
Erfreulicherweise schlossen alle Above-the-line-Medien - mit Ausnahme der Mediengruppe Zeitungen - das erste Halbjahr 2011 mit einem Plus ihres Bruttowerbedrucks ab. Zurückzuführen ist der Werbeumsatzverlust der Zeitungen dabei u.a. auf die Branchen Handelsorganisationen und Bekleidung, die ihre Bruttowerbeausgaben in diesem Medium um minus 86 Millionen Euro bzw. minus 20 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahresvergleich reduziert haben.
 
Die von Nielsen erhobenen Bruttowerbedaten geben den Werbedruck wieder, den die Werbungtreibenden auf ihren Produkten und Services beim Konsumenten entfachen. Aus den Bruttowerbedaten lässt sich detailliert ablesen, welche Mediastrategie die Werbungtreibenden verfolgen.
Nähere Informationen zu The Nielsen Company finden Sie online im p&a Handbuch der Marktforschung. Firmenprofil >>

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