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Marketing


Mobile Werbung verdoppelt sich, Print verliert am stärksten

Werbeausgaben nach Mediengattungen (Quelle: Nielsen) 

 Werbeausgaben nach Mediengattungen (Quelle: Nielsen)

Das Gesamtvolumen des deutschen Bruttowerbemarkts laut Nielsen im ersten Quartal lag nur knapp unter dem des Vorjahres (minus 0,1 Prozent) und bleibt auch auf Dreijahressicht stabil: Im Vorjahreszeitraum hatte es bei 6,0, im ersten Quartal 2011 bei 5,8 Milliarden Euro gelegen.

Der März konnte vor allem mit dem im Vergleich zu anderen Jahren früh gelegenen Osterfest punkten: 50,6 Millionen Euro wurden von Unternehmen verschiedenster Branchen in Werbung mit Bezug auf das Fest geschaltet. Traditionell spielen hier natürlich die Handelswerbung sowie die Werbung der Süßwarenindustrie eine wichtige Rolle, aber auch Mobilfunkangebote, Parfums sowie Kaffee, Tee und Kakao wurden zu Ostern werblich in Szene gesetzt.

Zu den Wachstumstreibern der Werbebranche zählten vor allem Mobilfunk- und E-Commerce-Anbieter sowie Hersteller rezeptfreier Arzneimittel, aber auch Süßwaren- und Handelsunternehmen legten zu. Der Handel blieb mit rund 362 Millionen Euro Werbeinvestitionen knapp hinter den PKW-Herstellern mit 395 Millionen Euro zurück. Bei den Händlern sparten die Discounter, während die technischen Kaufhäuser ihre Werbeaktivitäten aufstockten.

Erneut rückläufige Werbeerlöse wurden bei den Printmedien verzeichnet. Die Zeitungswerbung verlor um 11 Prozent und beschleunigte damit stark ihren Rückgang, denn in 2012 lag dieser noch bei minus 4 Prozent. Mit Bruttowerbeerlösen von rund 1,1 Milliarden Euro stellen die Zeitungen jedoch immer noch die zweitgrößte Position hinter dem Fernsehen mit 2,7 Milliarden Euro dar. Internet-Werbung, die im gleichen Vorjahreszeitraum noch um über 16 Prozent gewachsen war, stagnierte nun mit minus 0,6 Prozent bei 617 Millionen Euro.

Mobile Werbung ist weiter auf dem Vormarsch und etabliert sich als fester Bestandteil im Media-Mix einer zunehmenden Anzahl von Unternehmen. Die Anzahl der Werbungtreibenden im mobilen Bereich hat sich im Vergleich zum ersten Quartal 2012 nahezu verdoppelt und liegt jetzt bei über 350. Rund 200 Werbungtreibende, die bereits 2012 mobile Werbung schalteten, setzten auch 2013 wieder auf diesen Kanal. Insgesamt investierten Unternehmen rund 19,3 Millionen Euro im ersten Quartal 2013 in mobile Werbung, was einer nahezu hundertprozentigen Steigerung im Vorjahresvergleich entspricht. Nach Bruttospendings waren hier der Kraftfahrzeugmarkt und Telekommunikation führend.

Die von Nielsen erhobenen Bruttowerbedaten geben den Werbedruck wieder, den die Werbungtreibenden auf ihren Produkten und Services beim Konsumenten entfachen. Aus den Bruttowerbedaten lässt sich detailliert ablesen, welche Mediastrategie die Werbungtreibenden verfolgen. Der Bruttowerbemarkt erhebt keinen Anspruch, die individuellen, monetären Geldflüsse zwischen den Marktteilnehmern widerzuspiegeln, deren Konditionen naturgemäß von der Marktmacht des Werbungtreibenden bzw. der Agentur sowie der allgemeinen Nachfrage am Werbemarkt bestimmt wird. Diese individuellen Geldflüsse zwischen den Marktteilnehmern werden auch nicht öffentlich bekannt gegeben.

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