ANZEIGE
Folgen Sie uns:
planung & analyse GmbH auf facebook.de planung & analyse auf twitter.de planung & analyse GmbH auf google+ planung & analyse GmbH auf xing

Studien


Ärzte im digitalen Zeitalter

Wo sich Ärzte online Infos holen (Quelle: GfK) 

 Wo sich Ärzte online Infos holen (Quelle: GfK)

Wenn Ärzte auf der Suche nach beruflichen Informationen sind oder sich weiterbilden wollen, sind Online-Angebote mittlerweile fast so wichtig wie klassische Medien (Bücher, Fachzeitschriften): Auf der Suche nach digitalen Informationen zur beruflichen Weiterbildung werden vor allem Internetseiten von Fachzeitschriften (58 Prozent), Medizinischen Webseiten/Online-Handbüchern (57 Prozent) sowie allgemeinen Suchmaschinen, Webseiten der einzelnen Fachgesellschaften und Online-Datenbanken (je 56 Prozent) die größte Nützlichkeit attestiert.
 
Im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit haben hingegen lediglich fünf Prozent der befragten Ärzte Erfahrung mit sozialen Netzwerken wie Twitter oder Facebook und nur ein Zehntel hat sich bereits an Diskussionen in medizinischen Foren oder Blogs beteiligt. Diskussions- und Beratungsforen für Patienten besitzen in den Augen vieler Mediziner eine zu geringe inhaltliche Substanz, um fachärztlich interessant zu sein.
 
Auch die Webseiten der Arzneimittelhersteller spielen eine vergleichsweise untergeordnete Rolle bei der Klärungs- und Entscheidungsfindung fachmedizinischer Fragen – nur für zwölf Prozent der Befragten sind diese Seiten von Nutzen. Zwar bescheinigen die Mediziner hier eine hohe Expertise in Bezug auf produktspezifische Informationen, aber es fehlt an Vertrauen in die Objektivität und Vollständigkeit der Inhalte. Von Pharmaunternehmen gesponserte Webseiten und Portale für Ärzte empfindet immerhin ein Fünftel als nützlich. Am häufigsten werden „Univadis“ und „DocCheck“ angeklickt.
 
Abgesehen von Newsletter, Email und offiziellem Webauftritt, ist der Großteil der elektronischen Medienangebote pharmazeutischer Firmen den meisten Ärzten bislang weder besonders geläufig noch werden sie direkt mit dem Unternehmen assoziiert.
 
Immerhin knapp die Hälfte der Befragten berichtet, Erfahrungen mit Online-Symposien gemacht zu haben. Nur eine Minderheit verknüpft diese mit Sponsorships aus der Pharmaindustrie. Meist polarisieren Online-Symposien in klare Befürworter und grundsätzliche Skeptiker. So schätzen Befürworter der virtuellen Teilnahme an Expertenplattformen insbesondere die Einsparung an Reisezeit und -kosten ohne auf topaktuelle Neuigkeiten verzichten zu müssen. Skeptiker dagegen kritisieren in erster Linie das Fehlen der handfesten, physischen Erfahrung vor Ort, die fehlende Interaktion mit anderen Kollegen und damit die mangelnden Möglichkeiten echten Networkings. Denn neben allen Inhalten ist der Austausch mit den Kollegen ein wesentlicher Nutzenfaktor.
 
An virtuellen Vorträgen zu spezifischen Produkten haben 42 Prozent der Mediziner schon einmal teilgenommen, an telefonischen Präsentationen zu wissenschaftlichen Materialien von Pharmaunternehmen 26 Prozent. Im Allgemeinen wird die Eignung dieser Informationskanäle eher zurückhaltend bewertet, denn sie können aus Ärztesicht keinesfalls die persönliche Präsentation eines Außendienstmitarbeiters ersetzen. Diese gilt unangefochten als das Kommunikationsmittel der ersten Wahl.
 
Mit einem integrativen Studienansatz hat die GfK Erfahrungen und Erwartungen der Ärzte hinsichtlich verschiedener Informations- und  Kommunikationskanäle erhoben, um so Pharmaunternehmen in der Ausrichtung ihrer zukünftigen Marketing- und Vertriebsaktivitäten zu unterstützen. Hierzu wurden im Rahmen einer qualitativen Vorstudie und einer quantitativen Online-Befragung in Deutschland insgesamt n=572 internetaffine Ärzte (Allgemeinmediziner und Fachärzte) von November 2011 bis Februar 2012 befragt. 
Nähere Informationen zur GfK-Gruppe finden Sie online im p&a Handbuch der Marktforschung. Firmenprofil >>
Quelle: Gfk

Facebook Twitter Google LinkedIn Xing RSS Email