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Studien


Ärztemangel unausweichlich

Ärztemangel - mit Nebenwirkungen 

 Ärztemangel - mit Nebenwirkungen

Die Ärzte in Deutschland sind außerordentlich besorgt, dass es in Zukunft verstärkt zu Lücken in der medizinischen Versorgung der Bevölkerung kommen wird. Knapp die Hälfte der befragten Ärzte (46%) sehen heute schon bundesweit eine Mangel an Ärzten. Weitere 42% rechnen damit, dass sich die Lage in den nächsten Jahren weiter verschlechtern wird.
 
Insbesonders kritisch urteilen die Ärzte aus den östlichen Bundesländern und aus bevölkerungs- und strukturschwächeren Gebieten. In Ostdeutschland sehen bereits jetzt 63% eine regionale Unterversorgung, in Westdeutschland nur 32%. 51% der Ärzte aus Städten bzw. Regionen mit weniger als 100.000 Einwohnern beurteilen die derzeitige Situation kritisch, dagegen nur 19 Prozent der Ärzte aus Großstädten oder Ballungsräumen.
 
Im Fall einer Aufgabe der eigenen Praxis einen Nachfolger für die Übernahme zu finden, rechnen 72% der niedergelassenen Ärzte mit Problemen – 42% sogar mit außerordentlichen Schwierigkeiten. Die Hausärzte äußern sich dabei tendenziell noch pessimistischer als die niedergelassenen Fachärzte.
 
Was ist schuld am Ärztemangel? 

 Was ist schuld am Ärztemangel?

Verantwortlich für den Ärztemangel ist aus Sicht der Mediziner vor allem eine zu starke Reglementierung der ärztlichen Tätigkeit (64%), für große Teile vor allem der Krankenhausärzte aber auch die hohen beruflichen Belastungen (44%).
 
Vorschläge, dem Ärztemangel mit einer Änderung der Zulassungsregeln für das Medizinstudium entgegenzuwirken, stoßen in der Ärzteschaft überwiegend auf Skepsis. 58% der Ärzte sprechen sich dagegen aus, dass in Zukunft z.B. auch Realschüler, die über eine Ausbildung im Bereich der Krankenpflege verfügen, zum Medizinstudium zugelassen werden. Ähnlich sind die Reaktionen auf den Vorschlag, bei der Vergabe von Studienplätzen angesichts des Ärztemangels speziell in ländlichen Regionen Bewerbern den Vorzug zu geben, die sich verpflichten, nach dem Studium mehrere Jahre als Landarzt zu arbeiten.
 
Im Rahmen des MLP Gesundheitsreport 2010 wurde 524 Krankenhaus- und niedergelassene Ärzte in Deutschland vom Institut für Demoskopie Allensbach im September 2010 befragt.

Nähere Informationen zu Institut für Demoskopie Allensbach finden Sie auch online im p&a Handbuch der Marktforschung.

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