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Studien


Anlass zur Sorge: Arbeitslosigkeit, aber auch Bildungspolitik

Sorge um Arbeitslosigkeit in Deutschland (Quelle: GfK-Verein) 

 Sorge um Arbeitslosigkeit in Deutschland (Quelle: GfK-Verein)

Arbeitslosigkeit führt die Liste der Sorgen in Deutschland weiterhin an, allerdings mit rückläufiger Tendenz (-2 Prozent zum Vorjahr). Ein deutlicher Unterschied besteht bei diesem Thema zwischen Ost und West: In beiden Teilen Deutschlands steht die Arbeitslosigkeit an der Spitze der Sorgenskala. Während sich jedoch in den alten Ländern nur noch 28 Prozent um den Arbeitsmarkt sorgen, sind es im Osten 44 Prozent.
 
Und auch hinsichtlich des Themas Inflation, das auf Rang zwei steht, sind die Bürger in den neuen Ländern mit 38 Prozent wesentlich stärker beunruhigt als im Westen mit 26 Prozent. Die anhaltende Finanz- und Schuldenkrise sorgt dafür, dass die Inflationssorgen in Deutschland insgesamt wieder etwas an Boden gewinnen. Binnen Jahresfrist ist der Anteil der Besorgten um drei Prozentpunkte auf 29 Prozent gestiegen. Damit kann Rang zwei im Sorgenranking gefestigt werden. Dies liegt auch daran, dass der bislang härteste Verfolger – die Sorge um die wirtschaftliche Stabilität – von 24 auf 16 Prozent zurückgeht.
 
Den größten Sprung im Sorgenranking der Deutschen hat die Bildungspolitik mit einem Plus von vier Prozentpunkten gemacht. Sie rückt damit von Rang sieben auf drei vor. Unter anderem dürfte die Veröffentlichung des Bildungsberichtes 2012 dafür sorgen, dass die Brisanz der Diskussion weiter zunimmt. Einen Zuwachs verzeichnen auch Und die Themen Staatsfinanzen und Kriminalität mit 10 respektive 8 Prozent schafften es diesmal in die Top 10.
 
Die Studie wurde in zehn weiteren europäischen Ländern durchgeführt, außerdem wurde in diesem Jahr Irland zusätzlich in die Erhebung einbezogen. Die durchschnittliche Sorgenanzahl liegt wie im Vorjahr bei 2,0 genannten Problemen. An der Spitze liegen erneut die Deutschen, die im Durchschnitt 2,5 Probleme nennen (2012: 2,6 Probleme). Die sorgenfreieste Nation ist und bleibt – aktuell zusammen mit Irland – Schweden mit 1,2 genannten Herausforderungen (2012: 1,1 Probleme)
 
Die Sorge um Arbeitslosigkeit bleibt europaweit bestimmend (-1 Prozent). In zehn der zwölf untersuchten Länder steht dieses Thema auf Rang eins. Nur in Russland und den Niederlanden dominieren mit Inflation bzw. wirtschaftlicher Stabilität andere Themen das Sorgenranking. In sieben Ländern ist die Sorge über Arbeitslosigkeit im Jahresvergleich gestiegen. Höchste Dringlichkeit weist die Arbeitslosigkeit mit 72 Prozent in Spanien auf, dicht gefolgt von Frankreich mit 69 Prozent. Rang zwei nimmt auch in diesem Jahr die Sorge um die Inflation ein. Jeder fünfte Europäer ist beunruhigt, was einen leichten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Besonders in Russland mit 31 sowie in Deutschland mit 29 Prozent sorgen sich die Bürger um die Stabilität ihrer Währung. Am stärksten verringerten sich die Inflationssorgen in Frankreich, wo der Anteil im Jahresvergleich um 13 Prozentpunkte auf 21 Prozent gesunken ist, sowie in Belgien mit einem Minus von 9 Prozentpunkten auf 13 Prozent. Neu in den europäischen Top 10 ist in diesem Jahr das Thema Korruption, das mit 7 Prozent auf Rang 9 zu finden ist. Verantwortlich ist vor allem Spanien: Der Anteil der wegen Korruption Beunruhigten ist hier binnen Jahresfrist explosionsartig von 4 auf 27 Prozent gestiegen. Die Korruptionsaffäre, in die die spanische Regierungspartei um Premier Rajoy verwickelt ist, scheint große Teile der Bevölkerung zu erschüttern.
 
Kaum ein Land des Euroraumes wurde so schwer von der Banken- und Staatsschuldenkrise getroffen wie Irland. So sehen rund zwei Drittel der Iren Handlungsbedarf bei Themen, die direkt mit der Wirtschaftskrise zusammenhängen. Die Hauptsorgen drehen sich um Arbeitsmarktthemen: Jeder Vierte gibt an, dass mehr für Sicherung und Aufbau der Beschäftigung getan werden müsse, weitere 20 Prozent der irischen Bevölkerung zeigen sich beunruhigt wegen der Arbeitslosigkeit. Auf Platz drei des Rankings liegt in Irland die Sorge um die wirtschaftliche Entwicklung, die von 18 Prozent der Iren geäußert wird.
 

Diese Ergebnisse sind ein Auszug aus der GfK-Studie „Challenges of Europe 2013“ und basieren auf rund 13.300 Verbraucherinterviews, die im Auftrag des GfK Vereins im Februar 2013 in Deutschland, Italien, Frankreich, Polen, Österreich, Großbritannien, Belgien, Russland, Spanien, den Niederlanden, Schweden und zusätzlich in Irland durchgeführt wurden.
Nähere Informationen zum GfK-Verein finden Sie online im p&a Handbuch der Marktforschung. Firmenprofil >>

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Quelle: GfK Verein

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