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Studien


Arbeitslosigkeit und Inflation bereiten europaweit Sorgen

©  Martin Müller / PIXELIO 

 © Martin Müller / PIXELIO

Die Deutschen haben die meisten Sorgenfalten in Europa: 68% der Deutschen gaben spontan mehr als drei Themen an, über die sie sich Sorgen machen. Im Durchschnitt nannte jeder Bundesbürger 3,7 Probleme, die ihn nachdenklich stimmen. Damit waren die Deutschen besorgter denn je (2010: 3,2 / 2009: 2,8). In Europa liegt der Durchschnitt hier nur bei 2,4 Ängsten pro Person. Die sorgenfreiste Nation ist wie im Jahr 2010 Schweden, wo die Menschen im Durchschnitt nur ein Problem nennen können.

Nach dem Arbeitsmarkt kommt auf Rang 2 der Sorgenliste der Deutschen in diesem Jahr das Thema Preis- und Kaufkraftentwicklung. Jeder dritte Bundesbürger macht sich gegenwärtig Sorgen um die Stabilität der Preise. Vor einem Jahr war es nicht einmal jeder Vierte. Die zunehmende Besorgnis um die Kaufkraft der Währung lässt sich vermutlich auch auf die steigenden Energie- und Rohstoffpreise zurückführen. Diese haben die Inflationsrate im April nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes auf einen Wert von 2,4% getrieben, nachdem sie 2010 im Durchschnitt nur 1,2% betrug.

Deutlich zugenommen hat in diesem Jahr die Sorge um die soziale Sicherung. Nach einem sprunghaften Anstieg um 8%punkte auf 25% zeigt sich aktuell ein Viertel der Deutschen besorgt über dieses Thema. Das ist mit Abstand der höchste Wert seit der Wiedervereinigung. Vor allem die langwierigen Diskussionen um die Neuberechnung der Hartz IV-Sätze dürfte die soziale Sicherung auf der Sorgenliste von Rang 6 auf Rang 3 katapultiert haben.

Neben Deutschland umfasst die Studie 10 weitere europäische Länder. Den Spitzenplatz auf der gesamt-europäischen Sorgenliste belegt auch 2011 wieder die Arbeitslosigkeit mit aktuell 39%.

Größer geworden ist die Besorgnis auch europaweit um Preise und Kaufkraft: Nach kontinuierlichen Rückgängen seit 2008 machen sich in diesem Jahr 26% der Europäer dazu Gedanken - das sind immerhin 8% mehr als 2010. Am stärksten beunruhigt die Inflation die Menschen in Russland, wo die Preise aktuell um etwa 9% gestiegen sind. 42% sind hier besorgt. In Polen sorgt sich jeder Dritte, in Frankreich jeder Vierte um die Preise.
An Brisanz gewonnen hat für die Europäer mit einer Zunahme um 4% das Thema Politik und Regierung. Am stärksten besorgt zeigen sich mit 57% die Belgier. Seit den Wahlen Mitte 2010 konnte in dem Land keine tragfähige Regierung gebildet werden. In Italien ist der Unmut ebenfalls sehr groß, jeder dritte Bürger ist beunruhigt.

Unverändert auf Platz 4 der Sorgenliste steht 2011 die Kriminalität. Insbesondere in Italien (23%), Frankreich und den Niederlanden (jeweils 22%) wird die verstärkte Bekämpfung von Verbrechen gefordert. In Deutschland (17%) und Großbritannien (14%) spielt dieses Thema ebenfalls eine nicht zu unterschätzende Rolle.

Lauter wird 2011 in Europa die Kritik an der Bildungspolitik mit einem Anstieg um 3% auf 10%. Am wichtigsten und deutlich steigend ist das Thema den Deutschen mit 23%, gefolgt von den Österreichern mit 19%. In den Niederlanden und Großbritannien liegt die Besorgnis ebenfalls noch über der 10-Prozent-Marke.

Studie „Challenges of Europe 2011“ des GfK Vereins   Studie „Challenges of Europe 2011“ des GfK Vereins

Diese Ergebnisse sind ein Auszug aus der GfK-Studie „Challenges of Europe“ und basieren auf rund 13.300 Verbraucherinterviews, die im Auftrag des GfK Vereins im Februar 2011 in Deutschland, Italien, Frankreich, Polen, Österreich, Großbritannien, Belgien, Russland, Spanien, den Niederlanden und Schweden durchgeführt wurden. Die Ergebnisse sind daher noch nicht von der Reaktorkatastrophe in Japan beeinflusst.
Nähere Informationen zum GfK Verein finden Sie online im p&a Handbuch der Marktforschung. Firmenprofil >>
Quelle: GfK Verein

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