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Studien


Auf der Suche nach besseren Arbeitsmöglichkeiten

© Gerd Altmann / PIXELIO 

 © Gerd Altmann / PIXELIO

Mehr als ein Viertel der Arbeitnehmer, die in Ländern leben, die sich noch nicht von der Wirtschaftskrise erholt haben, ist bereit, für einen besseren Job ins Ausland zu gehen. Junge und gut qualifizierte Arbeitskräfte verspüren am ehesten diese beschäftigungsbedingte Wanderlust. Zwei Fünftel (41%) der 18- bis 29-Jährigen sind willens, für einen besseren Job in ein anderes Land zu ziehen. Bei den Personen mit Studienabschluss ist es ein knappes Drittel (32%), bei denjenigen mit einem Doktorat noch mehr (37%). Arbeitnehmer mit Hauptschulabschluss stellen dagegen nur einen Anteil von 22% (ein Fünftel).

Es überrascht nicht, dass Zentral- und Südamerika unter den von der Studie erfassten Märkten mit am schwersten betroffen sind. Fast sechs von zehn mexikanischen Arbeitnehmern (57%), die Hälfte der Arbeitskräfte in Kolumbien (52%) und zwei Fünftel in Brasilien und Peru (je 41 und 38%) sind gewillt, sich über die heimischen Grenzen hinaus nach einer besseren Beschäftigung umzusehen.

Der Trend ist aber keineswegs nur auf die Entwicklungsmärkte beschränkt. Andere Märkte, die unter den 17 dazu befragten Ländern im Ranking ganz oben liegen, sind unter anderem die Türkei mit 46% an 3. Stelle, Ungarn an 7. Stelle (33%), gefolgt von Russland (29%) und – gemeinsam auf Platz 9 – Portugal und Großbritannien mit jeweils 27%.

Selbst die USA und Kanada, also Länder, für die das alte Klischee vom Desinteresse an einem Leben im Ausland besteht, sehen sich nun vor der Tatsache, dass ein Fünftel ihrer Arbeitskräfte (also 21 beziehungsweise 20%) für einen besseren Job in ein anderes Land abwandern würden.

Weltweites Bereitschaft zum Geldverdienen auszuwandern (Quelle: GfK Austria)  Weltweites Bereitschaft zum Geldverdienen auszuwandern (Quelle: GfK Austria)

Es sind aber nicht nur die Länder, die sich vor dem Braindrain über ihre Grenzen hinaus schützen müssen, auch den Unternehmen droht diese Gefahr. Mehr als eine/r von vier Beschäftigten beabsichtigt den Arbeitgeber innerhalb der nächsten 12 Monate zu verlassen.
Davon ist bereits eine/r von drei aktiv auf der Suche nach einem neuen Job (35%) und eine/r von fünf (18%) will sich in den kommenden sechs Monaten verändern. Nur 8% der Berufstätigen wollen warten, bis sich die Wirtschaftslage stabilisiert hat.

Besonders besorgniserregend scheint die Situation in Kolumbien und der USA zu sein, wo sich etwa die Hälfte (55% beziehungsweise 47%) der Arbeitskräfte bereits nach einer neuen Arbeitsstelle umschaut. Am anderen Ende der Skala hingegen herrscht in Brasilien und Belgien, wo nur jeweils 15% der Arbeitskräfte eine Veränderung aktiv herbeiführen wollen, eine wesentlich höhere Bindung an den Arbeitsplatz.
Der GfK International Employee Engagement ist eine Studie der GfK Custom Research. Hierzu wurden zwischen Februar und April 2011 insgesamt 30.556 Arbeitnehmer in 29 Ländern mittels Online-, Telefon- oder persönlichen Interviews befragt. Die Daten wurden der demografischen Zusammensetzung des jeweiligen Landes (Branche, Geschlecht und Alter) entsprechend gewichtet.
Nähere Informationen zur GfK Gruppe finden Sie online im p&a Handbuch der Marktforschung. Firmenprofil >>
Quelle: GfK Austria

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