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Studien


Aus Politikverdrossenheit wird Gleichgültigkeit

Politik: Vertrauen aufgebraucht (Quelle: BAT-Stiftung für Zukunftsfragen) 

 Politik: Vertrauen aufgebraucht (Quelle: BAT-Stiftung für Zukunftsfragen)

Mittlerweile glaubt nur noch jeder zehnte Deutsche (10,4 Prozent) daran, dass Bundespolitiker zukünftige Herausforderungen lösen können. Die Bundespolitiker in Berlin schneiden dabei noch etwas besser ab als die Landespolitiker (8,6 Prozent), die Lokal- und Gemeindepolitiker (7,2 Prozent) oder die Europapolitiker in Brüssel (6 Prozent). Innerhalb der Bevölkerung haben insbesondere die Ostdeutschen und gering verdienenden Bevölkerungsgruppen das Vertrauen in ihre Repräsentanten verloren – sie trauen den Politikern aller politischen Ebenen (noch) deutlich seltener.

Die Gründe für dieses geringe Vertrauen sind vielschichtig. So stellen zunehmend mehr Bürger die Glaubwürdigkeit der Politiker generell in Frage und sind der Meinung, dass diese ein Leben fernab der Alltagsrealität führen. Zudem haben viele Wähler die Befürchtung durch Wahlversprechen betrogen zu werden, sie bemängeln das Denken in Legislaturperioden oder auch die opportunistische Klientelpolitik. Darüber hinaus erscheinen vielen Bürgern die rhetorischen Ausführungen der Politiker immer häufiger nur inszeniert, wahllos und nicht inhaltsbezogen.

Um das verlorene Interesse zurückzugewinnen, muss das Vertrauen wiederhergestellt werden. Dieses lässt sich sicherlich nicht kurzfristig erreichen, sondern kann nur langsam wieder wachsen. Als eine Voraussetzung hierfür müssten Politiker wie auch Parteien mehr Eigenprofil und Perspektive bieten, mehr Verlässlichkeit und mehr Standfestigkeit beweisen sowie für einen verbesserten Vermittlungsprozess zur Verfügung stehen. Ob ihnen dies gelingt, wird das kommende (Wahl-) Jahr zeigen.

Zu diesem Ergebnis kommt die neuste Untersuchung der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen, für die repräsentativ 2.000 Bundesbürger ab 14 Jahren befragt wurden.

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