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Studien


Auswirkungen der Digitalisierung auf das Einkaufsverhalten

Vertriebswege weltweit (Quelle: Nielsen) 

 Vertriebswege weltweit (Quelle: Nielsen)

Die Grenzen zwischen Online- und stationärem Handel verschwimmen immer mehr. Bisher geben allerdings nur 17 Prozent der Deutschen an, dass sie Waren des täglichen Bedarfs online kaufen. Weitere 35 Prozent können sich den Kauf dieser Waren im Netz für die Zukunft zumindest vorstellen, wie eine Nielsen-Studie ergab.
 
Die Top-5-Produktgruppen, die deutsche Verbraucher im nächsten halben Jahr online kaufen wollen, sind Kosmetik (21%), Deodorant (21%), Duschgel (20%), Shampoo (20%) und Schmerzmittel (19%). Die Vorliebe für Drogerieartikel herrscht auch im europäischen Durchschnitt bei Verbrauchern vor. Hier sind Duschgel (24%), Shampoo (24%), Deodorant (22%), Waschmittel (22%) und Zahnpasta (22%) die Top-5-Produktgruppen.
 
Am Ende der digitalen Einkaufsliste stehen bei deutschen Verbrauchern Frische-Produkte wie Fleisch (5%), Gemüse (5%), Joghurt (3%) oder Meeresfrüchte (2%). 43 Prozent der Deutschen können sich vorstellen, ihren Supermarkt-Einkauf online zu bestellen und die Lieferung frei Haus zu erhalten – 12 Prozent machen davon bereits Gebrauch.
 
Einem persönlichen Einkäufer – wie ihn manche Start-Ups anbieten – stehen die Deutschen jedoch ablehnend gegenüber. 65 Prozent der Befragten wollen nicht, dass eine fremde Person für sie im Supermarkt einkauft und ihnen die Einkäufe im Anschluss nach Hause bringt. Nur 18 Prozent können sich vorstellen, ein solches Angebot zu nutzen. Auch viele andere digitale Optionen sind eher unbeliebt. Den Einkauf online zu bestellen und im Laden abzuholen, kommt für mehr als die Hälfte der Deutschen (55%) nicht in Frage. Zwei Drittel der deutschen Verbraucher (66%) lehnen es ab, online bestellte Waren bei einer Abholstelle („Drive Thru“) abzuholen.
 
Insgesamt empfinden 47% der Befragten hierzulande den Gang in den Supermarkt als angenehme oder sogar als sehr angenehme Tätigkeit. Nur 19 Prozent der Deutschen geben an, dass ihnen der Supermarktbesuch unangenehm oder sehr unangenehm ist. 33 Prozent bewerten den Einkauf im Supermarkt neutral.
 
37 Prozent der Befragten geben zudem an, dass der Einkauf im Supermarkt für sie und ihre Familie ein vergnügliches Ereignis ist, das durchaus mehrere Stunden dauern kann. 29 Prozent stimmen dem nicht zu. 34 Prozent empfinden das Einkaufen weder als Vergnügen noch als Missvergnügen.
 
So können sich bereits 40 Prozent der Deutschen (EU-Durchschnitt: 56%) vorstellen, eine App zu verwenden, um im Laden über dessen Angebote informiert zu werden. Fünf Prozent der Deutschen (EU-Durchschnitt: 7%) nutzen solche Angebots-Apps bereits. 39 Prozent (EU-Durchschnitt: 55%) würden sich für Informationen zu Angeboten auch im W-LAN eines Ladens anmelden. Vier Prozent der Deutschen (EU-Durchschnitt: 5%) gehen den Händlern bereits ins Netz.
 
Die Nielsen Global E-Commerce and the New Retail Survey „The Future of Grocery“ wurde vom 13. August bis 5. September 2014 durchgeführt. Die Fragen zum Thema E-Commerce stammen aus einer Umfrage, die vom 17. Februar bis zum 7. März durchgeführt wurde. Nielsen hat dafür mehr als 30.000 regelmäßige Internetnutzer in 60 Ländern der Regionen Asien-Pazifik, Europa, Lateinamerika, Mittlerer Osten, Afrika und Nordamerika befragt. Die Stichprobe ist nach Alter und Geschlecht für jedes Land basierend auf den jeweiligen Internetnutzern quotiert und gewichtet. Diese Nielsen Onlineumfrage basiert ausschließlich auf dem Verhalten von Befragten mit Internetzugang. Die Internetverbreitung variiert je nach Land. Damit ein Land in die Umfrage aufgenommen wird, setzt Nielsen voraus, dass mindestens 60 Prozent der Bevölkerung oder zehn Millionen Menschen Internetzugang haben.
Nähere Informationen zu Nielsen finden Sie online im p&a Handbuch der Marktforschung. Firmenprofil >>
Quelle: Nielsen

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