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Studien


Autohändlern ist finanzielle Förderung oft unbekannt

© Thorben Wengert / PIXELIO 

 © Thorben Wengert / PIXELIO

Die deutschen Automobilhändler und Autohäuser sind sich trotz der weiterhin unsicheren wirtschaftlichen Lage nicht in vollem Umfang über die bestehenden finanziellen Fördermöglichkeiten bewusst – ganz im Gegenteil. Während nur etwa jeder dritte Automobilhändler aktuell angibt, die Förderungsmöglichkeiten durch Staat und Banken „gut“ zu kennen, äußern 41 Prozent ihre Unkenntnis.
 
Dabei scheint Unterstützung dringend geboten. Denn etwa ein Fünftel aller Händler gibt an, derzeit Probleme mit der Liquidität zu haben. Aus den Reihen der Betroffenen klagt etwa jeder Zweite darüber, dass sich die Einkaufsfinanzierungsangebote der Autobanken reduziert oder verschlechtert haben. Ähnlich viele kritisieren, dass staatliche Förderungsmöglichkeiten nicht zur Verfügung stehen. Doch auch die Versorgung mit Krediten durch die Hausbank wird angemahnt, ein deutliches Signal.
 
51 Prozent aller Informierten ist die Einkaufsfinanzierung für Neu- und Gebrauchtwagen sowie die Finanzierung von Lagerwagen und die Bereitstellung von Vorführwagenkrediten bekannt. Deutlich weniger kennen das Mittelstandsförderprogramm der KfW, lediglich 39 Prozent. Noch deutlicher fällt das Informationsmissverhältnis bei der Betriebsmittelfinanzierung und der Investitionsfinanzierung durch Banken aus. Hier ist selbst unter den eher bis gut Informierten weniger als jeder Fünfte ausreichend über die Fördermöglichkeiten im Bilde. 
 
Denn knapp zwei Drittel aller Automobilhändler und Autohäuser sind offen für passende Fördermöglichkeiten. Lediglich 15 Prozent der Befragten schließen eine Inanspruchnahme derzeit kategorisch aus. Als größte Hemmnisse stellen sich dabei die strengen Kriterien der Vergabe von Fördermöglichkeiten dar. Doch auch der zum Teil komplizierte und zeitaufwendige Formweg schreckt viele ab.
 
Denn aktuell verlassen sich 47 Prozent aller Händler bei der Zwischenfinanzierung allein auf ihre Hausbank. Etwa ein Drittel zieht die jeweilige Autobank vor. Dieses Verhältnis bewegt sich allerdings zugunsten der Hausbanken. Der Blick in die Zukunft zeigt, dass sich gerade diese über steigendes Potential freuen können. Denn perspektivisch wollen sich 61 Prozent aller Händler bei Fragen zur Zwischenfinanzierung zunächst an ihre Hausbank wenden. Lediglich jeder Zehnte zieht hierfür die Leistungen einer Autobank in Erwägung.
 
Die Studie „Finanzvertrieb im Automobilhandel 2010“ von YouGovPsychonomics erscheint im Juli. Bereits im vierten Jahr in Folge wurde eine repräsentative Befragung unter mehr als 500 Finanzproduktentscheidern von Autohäusern durchgeführt. 
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