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Studien


Beeinflussen kulturelle Unterschiede die Gestensteuerung?

Gesten gibt es viele, doch bedeuten sie nicht überall das Gleiche (Quelle: Facit Digital) 

 Gesten gibt es viele, doch bedeuten sie nicht überall das Gleiche (Quelle: Facit Digital)

Gestensteuerung ist nicht nur beim neuen Samsung Galaxy S4 möglich, sondern auch bei Smart TVs oder der Xbox Kinect. Aber: Was in der einen Kultur eine harmlose Alltagsgeste ist, kann in der anderen eine gefährliche Beleidigung sein. Wenn Fernseher semantische Gesten erfassen könnten, würden sie die Nutzer verstehen, egal ob diese Inder, Mexikaner oder Deutsche sind?

Viele Alltagsgesten haben sich in der Studie in den unterschiedlichen Kulturen überaus verschieden gezeigt. Für einige Kommunikationsanlässe zeigte sich jedoch weltweite Einigkeit. So sind die Gesten für "ich rufe dich an" oder "ich schreibe dir eine E-Mail" bei technikaffinen Personen in allen Kulturen praktisch identisch.

Mit spontanen Gesten den Fernseher zu bedienen, kann ganz schön schwierig sein (Quelle: Facit Digital) 

 Mit spontanen Gesten den Fernseher zu bedienen, kann ganz schön schwierig sein (Quelle: Facit Digital)

Ähnliches zeigte sich bei der Bedienung von Fernsehern. Die eingesetzten Handbewegungen werden dabei offenbar aus Alltagsgesten, aber auch aus klassischen Computermetaphern oder von Tablet-PCs abgeleitet.

Bei komplexeren Funktionen wie beispielsweise dem Öffnen einer elektronischen Programmzeitschrift oder dem Teilen des laufenden Programms über Social Media ergeben sich hingegen deutliche Unterschiede zwischen den Kulturen – aber auch viele kreative Ideen, wie man diese Funktionen mit einfachen Handbewegungen auslösen könnte.

Tatsächlich wurde die spontane Interaktion mit einem technischen Gerät je nach Land ganz unterschiedlich erlebt: Während Franzosen oder Chinesen keinerlei Probleme zu haben scheinen, sich Gesten auszudenken, taten sich Briten und Koreaner deutlich schwerer mit der nonverbalen Kommunikation.

Grundsätzlich wurde die Idee, Unterhaltungselektronik über Gesten zu bedienen, in allen Ländern begeistert aufgenommen. Voraussetzung ist, dies technisch verlässlich abzubilden und auf dem natürlichen Kommunikationsverhalten der Menschen aufzubauen. Kulturelle Gegebenheiten müssen dabei auf Länderebene berücksichtigt werden.

Facit Digital, das Dienstleistungsunternehmen für Nutzerforschung und User-Experience-Beratung, veröffentlicht nun eine weltweite Studie zu kulturellen Unterschieden bei der Gestenbedienung für Unterhaltungselektronik. Insgesamt 18 Länder waren unter dem Dach von UX Fellows, dem von Facit Digital gegründeten Netzwerk für User-Experience-Forschung mit aktuell 23 Partnern, an der Studie beteiligt.
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