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Studien


Big Data für ein besseres Leben

© Martin Bergien  / pixelio.de    

 © Martin Bergien / pixelio.de

Die europäischen Nutzer digitaler Dienste sind grundsätzlich bereit, persönliche Daten zu teilen, solange dadurch ein persönlicher oder sozialer Mehrwert entsteht. Doch vor allem mangelndes Vertrauen in Unternehmen und Staat sowie fehlende Transparenz lassen die Nutzer Big Data mit viel Skepsis betrachten, wie TNS Infratest im Auftrag des Vodafone Instituts für Gesellschaft und Kommunikation feststellen konnte.

51 Prozent der Befragten geben an, bei Big Data mehr Nachteile als Vorteile zu sehen. Lediglich 32 Prozent sehen laut eigenen Angaben darin mehr Vorteile. 17 Prozent haben diesbezüglich eine neutrale Haltung.

Einstellung zu Big Data (Quelle:  Vodafone Institut für Gesellschaft und Kommunikation) 

 Einstellung zu Big Data (Quelle: Vodafone Institut für Gesellschaft und Kommunikation)



Befragt nach konkreten Anwendungsgebieten für Big Data (Sammlung und Analyse großer Datenmengen, die durch die Nutzung digitaler Dienste entstehen) sind 65 Prozent der Befragten bereit, ihre Daten und die vieler anderer Menschen anonym von Gesundheitsinstitutionen sammeln zu lassen, um Verbesserungen bei der Entdeckung und Behandlung von Krankheiten zu erreichen. Selbst mit der Sammlung, Speicherung und Analyse der Gesundheitsdaten in nicht anonymisierter Form sind im Durchschnitt noch 53 Prozent der befragten Europäer einverstanden, solange dies der eigenen Heilung oder der Heilung anderer dienlich ist.

Allerdings wissen viele Menschen, die im Alltag Zugang zu ihren Daten gewähren, oft nicht, was mit diesen geschieht: Nur zwölf Prozent der befragten Europäer nennen die Nutzungsbedingungen oder Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) als Informationsquelle, wobei weniger als die Hälfte (44 Prozent) angibt, AGB vor dem Herunterladen von Apps oder Programmen überhaupt je zu lesen. 34 Prozent nutzen Nachrichten, um über das Datensammeln eines Dienstleisters oder einer Organisation Bescheid zu wissen.

Das Vertrauen darin, dass private oder auch öffentliche Institutionen mit persönlichen Daten verantwortungsvoll umgehen, ist insgesamt niedrig. Während etwa Gesundheitseinrichtungen (43 Prozent), der eigene Arbeitgeber (36 Prozent) oder Banken (33 Banken) beim Umgang mit Daten noch ein etwas höheres Vertrauen genießen, verlassen sich nur wenige Nutzer auf Suchmaschinen (16 Prozent) und Social-Media-Dienstleister (elf Prozent).

Des Weiteren wurden die Teilnehmer der Studie gefragt, was Unternehmen und andere Institutionen tun könnten, um Vertrauen in puncto Datenverwendung zu gewinnen. 64 Prozent der Befragten wünschen sich ein hohes Maß an Transparenz bei der Verwendung ihrer persönlichen Daten, 68 Prozent fordern knappere und in verständlicher Sprache verfasste Nutzungsbedingungen.

Die Studie wurde vom Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest im Auftrag des Vodafone Instituts für Gesellschaft und Kommunikation durchgeführt. Während der qualitativen Vorphase wurden in Deutschland und Italien in vier Fokusgruppen  jeweils sechs bis acht Personen befragt. Im Anschluss wurden etwa je 1.000 Personen in der Tschechischen Republik, Frankreich, Deutschland, Irland, Italien, Spanien, Großbritannien und den Niederlanden telefonisch befragt. Feldzeit war Juli – September.
Nähere Informationen zu TNS finden Sie online im p&a Handbuch der Marktforschung. Firmenprofil >>

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