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Studien


Bubble Tea – gekommen um zu bleiben?

Quelle: Cafe Future.net 

 Quelle: Cafe Future.net

Eistee, ein dicker Strohhalm und bunte Fruchtperlen, die sich am Boden des transparenten Plastikbechers auftürmen, sind  für den „Bubble Tea“ charakteristisch. Das Getränk, das seine Wurzeln im fernen Taiwan  hat, löste im letzten Jahr wahre Verkaufserfolge vor allem bei jugendlichen Verbrauchern aus. Doch viele Bubble-Tea-Bars mussten schon wieder aufgegeben.

Vor allem das auffällige und schrille, synthetische Aussehen wurde von der befragten Zielgruppe spontan als eines der Hauptargumente für das Konsumieren angesehen, da es an Science-Fiction-Serien oder Comic-Welten erinnert. Unbekannt und damit für Jugendliche ebenso reizvoll erscheint auch die individuelle Zusammenstellung des Getränks nach dem Baukastenprinzip. Gerade das Experimentieren und Testen von verschiedenen Farbmixturen und Geschmacksrichtungen weckt den kindlichen Spieltrieb und revoltiert darüber hinaus gegen die gewohnte Ernährungsmoral, die nach dem Prinzip „mit Essen spielt man nicht“ verfährt. Die offensiv und plakativ umworbene Synthetik des Produkts und die damit direkte Assoziation mit „teuren Cocktails“ gehen nichtsdestoweniger mit dem Erwachsen werden und dem Eintritt in Genusswelten einher.

Besonders die Atmosphäre in den sehr bunt gestalteten „Bubble-Tea-Bars“, die als angesagter Treffpunkt von ausschließlich jungem Publikum dienen, wurde als zusätzliches Kaufargument häufig angegeben, fühlen sich die jugendlichen Käufer doch bei Starbucks und anderen Shopping-Tour-Veredlern noch nicht heimisch. Bei großen Fast-Food-Ketten, insbesondere bei McDonalds, die neben Burger & Co bisweilen auch „Bubble Tea“ in Ihr Sortiment aufgenommen hatten, zeigte sich, dass eine beiläufige Mitvermarktung des Getränks  bei den jugendlichen Verbrauchern das Potential nur teilweise ausschöpft.

Das Marktforschungsinstitut NORM Research & Consulting, vormals SIMSTORE Germany, untersuchte in explorativen, persönlichen Interviews das Phänomen „Bubble Tea“. Die Erhebung fand im Oktober vergangenen Jahres und im April dieses Jahres in zwei deutschen Großstädten statt und wurde in tiefenpsychologischen Face-to-face Interviews mit zufällig ausgewählten, jugendlichen Konsumenten durchgeführt.
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