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Studien


Bürgerentlastungsgesetz bisher kaum bekannt

© S. Hofschlaeger / PIXELIO 

 © S. Hofschlaeger / PIXELIO

Zum Jahreswechsel ist das Bürgerentlastungsgesetz in Kraft getreten. In der Bevölkerung ist dieses allerdings noch weitgehend unbekannt: Nur jeder vierte Bundesbürger weiß, dass die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung künftig deutlich besser als Sonderausgaben von der Steuer abgesetzt werden können - ebenso wie die Beiträge für mitversicherte Kinder.

 
Selbst wer das neue Gesetz bereits kennt, fühlt sich bisher nur unzureichend darüber informiert. Die wenigen Informationen haben die Bundesbürger vornehmlich den Medien entnommen.
 
Das Bürgerentlastungsgesetz bringt für die Bundesbürger je nach Einkommen Einsparungen von mehreren hundert Euro im Jahr. Das Gesamtvolumen der Steuerentlastungen beträgt über neun Milliarden Euro. Dennoch erwarten 61 Prozent keine persönliche Steuerersparnis; knapp 40 Prozent davon glauben, zu wenig zu verdienen, um von dem neuen Gesetz profitieren zu können.
 
Auf der anderen Seite gehen 39 Prozent der Bundesbürger davon aus, dass sie durch das Bürgerentlastungsgesetz mehr im Portemonnaie haben. Im Durchschnitt wird die persönliche Steuerersparnis auf rund 325 Euro jährlich geschätzt; Personen mit einem Nettoeinkommen bis 2.000 Euro erwarten rund 133 Euro, wer mehr verdient, rechnet mit Einsparungen von durchschnittlich rund 500 Euro. Tendenziell wird die Höhe der Steuerersparnis von den Bundesbürgern häufiger unter- als überschätzt.
 
29 Prozent der Bürger, die für sich eine steuerliche Entlastung erwarten, können sich vorstellen, das eingesparte Geld in die private Alters- und Gesundheitsvorsorge zu investieren. Deutlich bevorzugt werden hier Altersvorsorgeprodukte (83 %) gegenüber privaten Kranken- bzw. Krankenzusatzversicherungen (26 %) oder privaten Pflege- bzw. Pflegezusatzversicherungen (19 %). Weitere 39 Prozent der von der Reform Begünstigten überlegen noch, wie sie das zusätzliche Geld einsetzen wollen; das restliche Drittel gibt an, das Geld unmittelbar zum Leben zu brauchen oder für andere Ausgaben im Konsumbereich verwenden zu wollen.
 
Das sind Ergebnisse einer aktuellen Studie von YouGovPsychonomics. Im Auftrag der Versicherungskammer Bayern wurden 1.000 Bundesbürger im Alter zwischen 18 und 65 Jahren repräsentativ befragt.
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