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Studien


Crispr-Cas9 Methode unbekannt

Foto: pixabay.com 

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Die Crispr-Cas9 Methode zur Veränderung von Erbinformationen hat die moderne Gentechnologie sicherer und effizienter gestaltet. Wissenschaftler erhoffen sich Fortschritte in der Medizin, beispielsweise bei der Behandlung von Krebs, aber auch bei der Verbesserung von Resistenzen und Ertragserhöhung von Nutzpflanzen für die Lebensmittelindustrie. Doch in der Bevölkerung gibt es Bedenken – wie die vorliegende YouGov-Studie belegt.

Zudem ist die Crispr-Cas9 Methode den Deutschen weitgehend unbekannt. Zwei Drittel (67 Prozent) haben noch nie etwas von ihr gehört. Ein Fünftel der Deutschen (22 Prozent) hat schon einmal davon gehört, ist sich aber unsicher, was sich hinter dem Begriff verbirgt. Nur sieben Prozent der Befragten haben nicht nur etwas von Crispr-Cas9 gehört, sondern wissen auch, was sich dahinter verbirgt.

Generell halten mehr als zwei Drittel (69 Prozent) der Deutschen Gentechnik für gefährlich. Die Bedenken gegenüber Gentechnik steigen dabei, je mehr sich die Befragten mit dem Thema auseinandersetzten. So sagt nur die Hälfte jener (50 Prozent), die sich ganz und gar nicht mit Gentechnik beschäftigen, Gentechnik sei gefährlich. Unter jenen die sich sehr stark mit dem Thema beschäftigt haben, steigt der Anteil auf 87 Prozent. Vier von fünf Befragten (79 Prozent) sehen aufgrund nicht abschätzbarer Langzeitfolgen ein Risiko in der Gentechnik.

Trotz der grundsätzlich kritischen Haltung der Deutschen zum Thema, sehen zwei Drittel (67 Prozent) ein großes Potenzial für die medizinische Forschung. Größere Sorgen zeigen sich bei der agrarwissenschaftlichen Nutzung. Fast zwei Drittel (64 Prozent) der Befragten sind der Ansicht, dass genmanipulierte Lebensmittel einen negativen Einfluss auf die Gesundheit haben. Mehr als die Hälfte (52 Prozent) bezweifelt, dass sich durch Gentechnik die Qualität von Lebensmitteln verbessern lässt. Zwei von fünf (41 Prozent) Deutschen bezweifeln, dass gentechnisch veränderte Lebensmittel eine gute Möglichkeit darstellen, um die Ernährung der Weltbevölkerung zu gewährleisten.


Gleichzeitig geht die generelle Skepsis mit einem Bedürfnis nach deutlicherer Kennzeichnung einher. Fast zwei von drei Deutschen (64 Prozent) finden die fehlende Kennzeichnungspflicht beispielweise von Fleisch, dessen Ursprungstier mit genmodifiziertem Futter gefüttert wurde, nicht ausreichend. Keine Einwände gegen diese Verfahrensweise haben hingegen 26 Prozent. Eine deutliche Kennzeichnung der Verwendung von geneditierten Pflanzen in Lebensmitteln, selbst wenn kein artfremdes Erbgut eingeschleust wurde, befürworten 67 Prozent der Deutschen. Ein Fünftel erachtet eine solche Kennzeichnungspflicht für nicht notwendig, da sie von den Vorteilen für die Agrarwirtschaft überzeugt sind, oder wenn eine Ungefährlichkeit der manipulierten Pflanzen zugesichert ist.

Für die Studie „Genome Editing bei Lebensmitteln – Forschungssensation oder Konsumkatastrophe?“ des internationalem Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov wurden 2.054 Personen zwischen dem 24.06. und 27.06.2016 ab 18 Jahren bevölkerungsrepräsentativ befragt.
Nähere Informationen zu YouGov finden Sie online im p&a Handbuch der Marktforschung. Firmenprofil >>

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