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Studien


Das Fernsehen verlässt den Fernseher

Mit welchen Geräten wird heute ferngesehen? (Quelle: Interone) 

 Mit welchen Geräten wird heute ferngesehen? (Quelle: Interone)

Auch das Fernsehen kann dem sich verändernden Medienverhalten nicht entkommen. So werden Fernsehen und Bewegtbild-Inhalte nicht nur auf den unterschiedlichsten Geräten verfügbar sein, es kommen neue Beschäftigungsmöglichkeiten hinzu. Die Inhalte emanzipieren sich einer Marktforschungsstudie zufolge von den Geräten.
 
Jeder vierte Befragte ist der Meinung, dass er 2015 – wie auf dem Smartphone – Apps auch auf dem Fernseher nutzen wird. 43 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass sie von allen Geräten bald jederzeit auf alle Inhalte zugreifen werden und immerhin 41 Prozent haben vor, ihren Fernseher bis 2015 an das World Wide Web anzuschließen.
 
Bislang waren Fernseher einfache Geräte, die mit wenigen Knöpfen bedient werden konnten. Nach Computer, Mobiltelefonen und Spielkonsolen gehen nun auch sie online. Dem Beispiel der Musik- und Verlagsindustrie folgend wird das klassische Fernsehen damit die nächste Branche sein, die von der Internetlogik umgekrempelt wird. Denn Internet-Schwergewichte wie Amazon, Google, Apple und Facebook denken visionär und haben ehrgeizige Pläne sowie die nötige Macht, diese Revolution voranzutreiben. Wie schon zuvor im Smartphone-Bereich werden sie über sehr unterschiedliche Strategien die Fernseher erobern. 45 Prozent der Nutzer sehen Gerätehersteller und Computer- und Software-Unternehmen als zentrale Player sehen, die das Fernsehen von Morgen definieren. Dagegen trauen gerade mal 9 Prozent der Befragten diese Rolle den öffentlich-rechtlichen Sendern zu.

Im Vergleich zum Fernsehverhalten von vor fünf Jahren geben 42 Prozent an, dass man heute online alles nachträglich anschauen kann und so nichts mehr verpassen muss. 37 Prozent sind in ihrer Zeitplanung freier und richten sich weniger nach dem Fernsehprogramm. Mehr am Computer, Laptop, Tablet-PC oder Smartphone schauen 37 Prozent. Während der Fernseher läuft, surfen 44 Prozent häufiger im Internet oder nutzen Apps. Auch der Gang in die Videothek wird seltener – 41 Prozent leihen sich seltener Filme aus. Für 38 Prozent ist zwar das Angebot an Filmen, Serien, Sendungen und Shows durch das Internet viel größer geworden als früher – doch für 37 Prozent ist auch die Qualität des Fernsehprogramms schlechter als früher.

Das Fernsehverhalten früher und heute (Quelle: Interone)  Das Fernsehverhalten früher und heute (Quelle: Interone)
 
Interone führte die Studie gemeinsam mit Jelden TTC durch. Dafür wurden über 1.000 Personen online befragt und zusätzlich Tiefeninterviews mit einzelnen Teilnehmern durchgeführt, vier Experten aus der Medienbranche interviewt und eine Gruppendiskussion mit sechs Studierenden des Studienganges Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation der Universität der Künste, Berlin durchgeführt.
Quelle: Interone

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