Folgen Sie uns:
planung & analyse GmbH auf facebook.de planung & analyse auf twitter.de planung & analyse GmbH auf google+ planung & analyse GmbH auf xing

Studien


Das Vertrauen implodiert

Auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos wurde es präsentiert, das Edelmann Trust Barometer 2017. Es untersucht in einer umfangreichen Studie jedes Jahr wie sich das Vertrauen der Menschen weltweit in öffentliche Einrichtungen entwickelt. In diesem Jahr ist das Vertrauen stark gesunken, Edelmann spricht von einer Implosion.

Bild: pixabay.com 

 Bild: pixabay.com


Der zugehörige Marktforscher, Edelmann Intelligence, hat zwischen Oktober und November über 33.000 Menschen in 28 Ländern befragt. Die Studie wird seit 17 Jahren durchgeführt. Untersucht wird das Vertrauen in Regierungen, Nichtregierungsinstitutionen (NGO), Unternehmen und Medien. In diesem Jahr ist es so stark zurückgegangen wie in noch keiner der 16 bisherigen globalen Befragungen des "Edelman Trust Barometer". Für mehr als die Hälfte der Befragten (53 Prozent) ist das aktuelle System gescheitert, weil es unfair sei und wenig Hoffnung für die Zukunft biete. Nur etwa jeder Siebte (15 Prozent) hält es für intakt. Rund ein Drittel der Befragten ist unsicher.

Edelmann unterscheidet in seiner Betrachtung zwischen einer „informierten Öffentlichkeit“ mit einem höheren Bildungsabschluss und höherem Einkommen und der breiten Bevölkerung. In den vergangenen Jahren wurde die Kluft zwischen diesen Bevölkerungsgruppen größer. Die informierte Öffentlichkeit zeigte stets ein größeres Vertrauen. Aber in der jüngsten Studie ist auch unter den Eliten das Vertrauen in das System gesunken. Jeder Zweite (48 Prozent) aus dem obersten Einkommensquartil, der Akademiker (49 Prozent) und einer sogenannten "Info-Elite" (51 Prozent) halten das System für gescheitert.

Das Vertrauen in die Medien sank auf 43 Prozent und steht in 17 von 28 Ländern auf einem Tiefstwert. Der Vertrauenswert in die Regierungen sank in 14 Ländern auf nun 41 Prozent. In der Hälfte der untersuchten Länder ist die Regierung die am wenigsten vertrauenswürdige Institution.

Die Glaubwürdigkeit von CEOs sank in allen 28 Ländern – im Schnitt um 12 Prozentpunkte – auf 37 Prozent, ebenfalls ein Tiefstand. Regierungsvertreter gelten mit einem Wert von 29 Prozent als am wenigsten vertrauenswürdig.

Der Vertrauensunterschied in der informierten Öffentlichkeit und der allgemeinen Bevölkerung hat sich auf 15 Prozentpunkte ausgeweitet. In den USA ist er mit 21 Prozentpunkten am stärksten ausgeprägt, gefolgt vom Großbritannien (19) und Frankreich (18). In 20 von 28 Ländern misstraut die allgemeine Bevölkerung den Institutionen. Die informierte Öffentlichkeit gibt dies in sechs Ländern zu Protokoll.

Die Ergebnisse für Deutschland werden in der kommenden Woche veröffentlicht.
Globale Resultate



Facebook Twitter Google LinkedIn Xing RSS Email