ANZEIGE
Folgen Sie uns:
planung & analyse GmbH auf facebook.de planung & analyse auf twitter.de planung & analyse GmbH auf google+ planung & analyse GmbH auf xing

Studien


„Das ist wohl nicht Ihre Preisklasse.“

© Gerd Altmann  / pixelio.de 

 © Gerd Altmann / pixelio.de

Insgesamt 30,1 Prozent aller Konsumenten in Deutschland werden laut Studie im Laufe eines Jahres aufgrund eines persönlichen Merkmals ‐ etwa seines Geschlechts, seines Alter oder seiner ethnischen Herkunft ‐ schlechter behandelt als andere Kunden, die dieses Merkmal nicht aufweisen.

Bezogen auf die Gesamtbevölkerung sind die am häufigsten auftretenden Diskriminierungsmerkmale das Geschlecht (11,5 Prozent), das Alter (11 Prozent) und der sozioökonomische Status (9,2 Prozent), wobei die durchschnittliche jährliche Diskriminierungshäufigkeit bei 1,5 Mal liegt. (Die Merkmale physisches Aussehen, sexuelle Orientierung/Identität sowie ungepflegtes Äußeres wurden dabei mangels gesicherter Informationen über die Grundgesamtheit nicht einzeln betrachtet.)

Für einzelne besonders betroffene Gruppen zeigen sich dabei deutliche Unterschiede zur Gesamtbevölkerung. So machen türkische Konsumenten deutlich öfter Erfahrung mit Diskriminierung als andere ethnische Gruppen. Insgesamt werden 81 Prozent von ihnen durchschnittlich 5,7 Mal im Jahr wegen irgendeines Merkmals diskriminiert (36,4 Prozent wegen der Ethnie). Zum Vergleich: nur 27,5 Prozent der deutschen Konsumenten werden diskriminiert (durchschnittlich 1,3 Mal im Jahr) sowie 50 Prozent der Konsumenten anderer ethnischer Herkunft (durchschnittlich 2,4 Mal im Jahr).

Die Studie zeigt zudem, dass Diskriminierung überwiegend von Mitarbeitern (64 Prozent) und weniger von Unternehmen (21,8 Prozent) oder anderen Kunden (14,3 Prozent) ausgeht. Nahezu drei von vier diskriminierten Kunden (70 Prozent) ziehen letztlich eine oder mehrere Konsequenzen aus ihrer Erfahrung: 77,8 Prozent verbreiten negative Mundwerbung, 50 Prozent wechseln zu Wettbewerbern und 19,7 Prozent beschweren sich direkt beim Anbieter.

In der Studie des Augsburger Lehrstuhls für Value Based Management wurden insgesamt 1.079 Personen mittels eines Onlinefragebogens befragt.
Facebook Twitter Google LinkedIn Xing RSS Email