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Studien


Datenschutzrichtlinien von Facebook und Google unverständlich

Datenschutz ist schwer zu durchschauen (© Gerd Altmann / PIXELIO) 

 Datenschutz ist schwer zu durchschauen (© Gerd Altmann / PIXELIO)

Die Nutzer von Google und Facebook in den USA sind verwirrt und verärgert zugleich über die Datenschutzbestimmungen der beiden Firmen. Denn für Internet-User ist kaum verständlich, wie diese Giganten Nutzerinformationen und -aktivitäten nachverfolgen und speichern, wie diese weiterverwendet werden und für wen sie zugänglich sind.

Auf einer Skala von 0 bis 100 (mit einem Score von 80 als Indikator für gutes Verständnis) bewerteten die Befragten die Datenschutzrichtlinie von Facebook mit einem Score von 39, die von Google mit 36. Dies verdeutlicht, wie wenig die Inhalte verstanden wurden.

Im Rahmen der Studie wurden sowohl die Wahrnehmung als auch das Verständnis der Nutzer mittels grundlegender Verständnisfragen zum Inhalt der Datenschutzrichtlinien gemessen. Die Fragen wurden den Teilnehmern im ersten Schritt vor dem Durchlesen der Richtlinien gestellt und dann noch einmal im Anschluss daran. Daraufhin gaben viele Nutzer in der zweiten Runde an, die Menge der Informationen, die sie an Facebook und Google geben, einschränken zu wollen. 75 Prozent der befragten Facebook-User wollten ihre Privatsphäre-Einstellungen ändern, 35 Prozent das soziale Netzwerk zukünftig weniger nutzen. Google-Nutzer gaben vor allem an, von nun an ihren Suchverlauf zu löschen (57 Prozent).

Trotz der vor Kurzem erfolgten Konsolidierung der zahlreichen Datenschutzbestimmungen von Google drückten die Befragten nach dem Lesen der neuen Richtlinie noch mehr Unbehagen aus. 47 Prozent der Teilnehmer fühlten sich weniger wohl damit, wie Google Informationen über Aktivitäten sammelt und speichert, während es bei den Facebook-Usern – die in gewissem Rahmen gerne Informationen mit anderen teilen – nur 33 Prozent waren.

Im Vergleich zu anderen Branchen schneiden Facebook und Google schlecht ab: So beantworteten beispielsweise im Durchschnitt 70 Prozent der Befragten die Verständnisfragen bei „öffentlichen Bekanntmachungen“ korrekt, bei „Kreditkartenabrechnungen“ waren es 68 Prozent – und damit wesentlich mehr als diejenigen, die die Fragen zu den Datenschutzrichtlinien von Facebook und Google richtig beantworteten.

Ein großes Verständnisproblem besteht darin, dass User eine Programmierschnittstelle – das sogenannte Graph API – anwenden müssen, um zu sehen, wie ihre Informationen genutzt werden. Weniger als 40 Prozent der Facebook-User verstanden, wie ein API verwendet werden kann, um öffentliche Informationen einzusehen. Nur 15 Prozent der User wussten, was mit ihren Benutzerkonten passiert, nachdem diese auf Facebook gelöscht wurden. Wie man Anwendungen und Websites von außerhalb daran hindert, Informationen auf Facebook einzusehen, war nur 20 Prozent der Befragten bekannt.

Lediglich 23 Prozent der Google-User wussten, dass jedermann online ihr Profil sehen kann. Auch war sich mehr als die Hälfte der befragten Google-User nicht im Klaren darüber, dass die Datenschutzrichtlinie auch für ihre Nutzung von Google Talk, Google Maps, YouTube und Blogger gilt. Und nur 38 Prozent war bewusst, dass Google die Suchverläufe mit der IPAdresse des Users verknüpft, ganz gleich, ob man sich mit einem Google-Konto anmeldet oder nicht.

Dies sind Ergebnisse einer Studie der globalen strategischen Markenberatung Siegel+Gale. Die Umfrage wurde im März 2012 mit 400 Befragten in den USA durchgeführt.
Quelle: Siegel+Gale

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