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Studien


Deutsche fahren bei digitalen Geräten mehrgleisig

Die zunehmende Verbreitung von Smartphones, Tablets und anderen Geräten verändert den Konsum digitaler Inhalte. Im internationalen Vergleich nimmt Deutschland dabei eine Sonderrolle ein, denn sie sind skeptischer, was den Kauf reiner Unterhaltungsgeräte wie Tablets oder Spielkonsolen angeht.

Verbraucher in Deutschland besitzen im Durchschnitt fünf digitale Geräte. Dazu zählen nicht nur Smartphone und PC, sondern auch Fernseher, Tablets oder GPS-Navigationsgeräte. Spezialisten sind dabei verbreiteter als Alleskönner: Mehr als die Hälfte der Befragten aus Deutschland (55 Prozent) nutzt für verschiedene Aufgaben lieber mehrere digitale Geräte. Nur ein Viertel (26 Prozent) kombiniert gerne alle Funktionen in einem Gehäuse.

Im internationalen Vergleich zeigt der deutsche Gerätemarkt einige Besonderheiten. So besitzen zum Beispiel mehr als zwei Fünftel der Befragten ein Navigationsgerät mit GPS (41 Prozent), knapp jeder Fünfte (19 Prozent) hat außerdem einen E-Book-Reader - beide Geräteklassen sind weltweit deutlich seltener (35 und 14 Prozent). Ein Tablet hat dagegen nicht einmal jeder Dritte (29 Prozent), weltweit sind es 35 Prozent. Und bei stationären und tragbaren Spielkonsolen liegt die Verbreitung in Deutschland zwar knapp über dem internationalen Durchschnitt, aber deutlich hinter anderen EU-Staaten.

Quelle: Accenture 

 Quelle: Accenture

Dazu passt auch die Präferenz bei der Wahl eines Smartphones: In anderen Ländern werden Modelle mit großen Displays, die vor allem für Spiele und Videoinhalte gut geeignet sind, immer wichtiger. Knapp die Hälfte der weltweit befragten Verbraucher (49 Prozent), die sich für ein Smartphone interessieren, will ein solches Phablet. In Deutschland bevorzugen dagegen drei von fünf Smartphone-Käufern (61 Prozent) noch immer das klassische, kleinere Format. Und auch beim Kauf von Tablets sind die Befragten eher konservativ: Eines der neueren Mini-Tablets mit Größen um sieben Zoll besitzt hierzulande nur jeder zehnte Tablet-Nutzer (11 Prozent), weltweit ist der Anteil deutlich höher (19 Prozent).

Für den "Digital Consumer Survey 2014" hat Accenture 23.000 Verbraucher ab 14 Jahren in 23 Ländern befragt. Neben Deutschland sind das Australien, Brasilien, China, Frankreich, Großbritannien, Indien, Indonesien, Italien, Japan, Kanada, Mexiko, die Niederlande, Russland, Saudi-Arabien, Schweden, Südafrika, Südkorea, Spanien, Tschechien, die Türkei, die USA und die Vereinigten Arabischen Emirate. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Onlinebevölkerung des jeweiligen Landes.
Quelle: Accenture

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