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Studien


Digital Natives fordern Umdenken bei Führungskräften

Bild: pixabay.com 

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Unternehmen sollten ihre besten Mitarbeiter stärker als bisher in Entscheidungsprozesse einbeziehen und mehr Entscheidungen delegieren – das empfiehlt die Studie „Global Perspectives Barometer 2016: Voices of the Leaders of Tomorrow“ des GfK Verein und des St. Gallen Symposium.

Die digitale Transformation stellt Unternehmen vor neue Herausforderungen. Die Führungskräfte von morgen sind als sogenannte „Digital Natives“ groß geworden. Die wachsende Komplexität und Dynamik der Digitalisierung sind für sie Normalität. Sie fordern von der Führungsriege von heute, ihr Entscheidungsverhalten radikal zu überdenken und sich bewusst zu entscheiden, anders zu entscheiden.
Aus den Ergebnissen lassen sich drei Kernthesen ableiten, wie sich künftige Führungskräfte Entscheidungsprozesse vorstellen.

These 1: Die größten Risiken bergen dringend nötige Entscheidungen, die versäumt werden. Die wichtigsten Fehlerquellen liegen in der Entscheidungsvorbereitung.
Über zwei Drittel (68 Prozent) der befragten Leaders of Tomorrow sind der Meinung, dass die heutigen Führungskräfte bei Fehlentscheidungen meist in den ersten Schritten versagen. Insgesamt 39 Prozent sagen zum Beispiel, dass die heutigen Manager nicht in der Lage seien, alle möglichen Lösungswege zu identifizieren oder verschiedene Optionen adäquat zu analysieren und zu gewichten. Man verließe sich zu sehr auf bisherige Erfahrungen anstatt Annahmen radikal zu hinterfragen, um zu besseren Entscheidungen zu gelangen.

These 2: Manager treffen falsche Entscheidungen, wenn sie sich in ihrer Komfortzone bewegen und nicht aktiv Widerspruch von ihren Mitarbeitern einfordern.
Die Hälfte der Befragten hält es für unabdingbar, dass Führungskräfte während des Entscheidungsprozesses vor allem die jungen Mitarbeiter aktiv auffordern, die Ideen des Managements zu hinterfragen. Widerspruch sollte aktiv eingefordert werden.


These 3: Beziehe deine Mitarbeiter in Entscheidungen ein – oder die Besten werden gehen.
Ein Viertel der befragten Leaders of Tomorrow gibt jedoch an, eher den Job wechseln zu wollen, als für jemanden zu arbeiten, der sie bei Entscheidungen nicht konsultiert oder ihre Ideen und Einwände übergeht.  62 Prozent fordern, dass Entscheidungen von denen getroffen werden sollten, die den engsten Kontakt zu Markt und Kunden haben. Ein freier Zugang zu internen Informationen für alle Mitarbeiter einer Organisation ist für 79 Prozent der Leaders of Tomorrow sogar die Basis für ein langfristig erfolgreiches Unternehmen.

Für das „Global Perspectives Barometer 2016: Voices of the Leaders of Tomorrow“ wurden von Dezember 2015 bis Februar 2016 insgesamt 802 junge Talente aus 76 Ländern befragt. Die Teilnehmer der Online-Umfrage wurden aus dem weltumspannenden Netzwerk des St. Gallen Symposiums generiert und persönlich zur Studie eingeladen (Auswahl ist nicht repräsentativ). Der Großteil der Befragten sind Vollzeitstudenten, die restlichen studieren in Teilzeit oder sind bereits berufstätig. Die Studie ist eine Kooperation des GfK Vereins und des St. Gallen Symposiums. In 15 bis 20 Minuten Interviewzeit konnten die Befragten die Themen intensiv reflektieren. Mehr als 7.500 offene Antworten wurden für die Studie ausgewertet.
Nähere Informationen zum GfK-Verein finden Sie online im p&a Handbuch der Marktforschung. Firmenprofil >>

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