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Studien


Eigenmarken für Vollsortimenter unverzichtbar

Die Lebensmittel Zeitung (wie planung&analyse eine Veröffentlichung der Mediengruppe Deutscher Fachverlag) hat die Einstellung der Verbraucher zu Handelsmarken untersucht. Neben der generellen Shoppereinstellung zu Private Labels beleuchtet der "Handelsmarkenmonitor 2016" erneut Aspekte wie Regionalität, Nachhaltigkeit oder das Frischfleischangebot.

Handelsmarken sin ein Instrument der Kundenbindung. Die Kunden erwarten neben den Herstellermarken auch attraktive Eigengewächse von Edeka, Rewe, Kaufland, Globus und Co. Dabei sind aus der Sicht der Verbraucher die Unterschiede zwischen Industriebrands und Handelsmarken in vielen Warengruppen nahezu bedeutungslos geworden.

Nach den Motiven für den Griff zu Handelsmarken befragt, nennen viele Konsumenten immer noch den niedrigen Preis als entscheidenden Beweggrund. Noch schwerer wiegt aktuell allerdings die Produktqualität. Zu diesem Ergebnis kommt das Marktforschungsinstitut Ipsos.

Das Hamburger Unternehmen hat zum zweiten Mal gemeinsam mit der LZ die Einstellungen der Verbraucher zu Eigenmarken ermittelt. Laut dem Handelsmarkenmonitor 2016 sind Edeka und Lidl jeweils die erste Wahl bei den Verbrauchern. Nahezu unverändert viele Konsumenten (84 Prozent) sehen die Qualität von Handelsmarken auf Augenhöhe zu Herstellermarken. Offenbar wirkt das von Private Labels erlangte Vertrauen positiv auf das Kaufverhalten. So achten immer weniger Shopper am POS auf Testurteile etwa von Ökotest oder Stiftung Warentest. Im Vorjahr legten darauf 42 Prozent Wert, aktuell nur noch 37 Prozent.

Obwohl die Händler ihre Eigengewächse zunehmend attraktiv verpacken, scheint der erreichte Vertrauensbonus davon unabhängig zu sein. Den POS-Auftritt stufen jedenfalls nur relativ wenige Befragte als wichtiges Kaufkriterium ein. Lediglich 17 Prozent achten beim Private-Label-Shoppen auf gutes Packungsdesign, während dieses für 53 Prozent "nicht" oder "eher nicht" von Belang ist. Obendrein ist schlichtes Verpackungsdesign für zwei von drei Befragten "kein" oder "eher kein" Grund, an der Qualität des Füllgutes zu zweifeln. Allerdings zeigen jüngere Konsumenten eine höhere Designaffinität und zweifeln angesichts optisch einfacher Regalauftritte öfter an der Qualität.

Die Fragen zu Nachhaltigkeit und Regionalität legen Veränderungen gegenüber 2015 offen. Beide Themen bleiben zwar auch für Handelsmarken relevant, jedoch mit geringerem Stellenwert. Zudem zeigen die Konsumenten im Hinblick auf diese Produkte mehr Preissensibilität. Statt 71 Prozent (2015) stimmen nur noch 64 Prozent der Aussage zu, dass Händler bei ihren Handelsmarken auf eine sozial und ökologisch verantwortliche Herstellung achten sollen. Ebenso deutlich nahm die Bereitschaft ab, für solche Produkte mehr Geld auszugeben. (kon)
Die Studie von Lebensmittel Zeitung und Ipsos kann hier eingesehen werden


Auch planung&analyse hat sich in seinem neuesten Heft mit dem Handel und den Schnelldrehern im Handel beschäftigt. Auch hier stehen Handelsmarken im Fokus, aber auch die Preisbildung, der hybride Shopper und die Macht der Lieferanten. Jetzt bestellen und lesen

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