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Studien


Elektroautos: Differenz zwischen Anspruch und Realität

Ausschnitt aus dem Cockpit des Citroen C-Zero 

 Ausschnitt aus dem Cockpit des Citroen C-Zero

Die Mehrheit der Verbraucher weltweit ist bereit, Elektroautos (EV) als Alternative zu Modellen mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren in Betracht zu ziehen oder sogar als „First Mover“ in naher Zukunft eines zu kaufen. Im weltweiten wie im europäischen Vergleich sind die Deutschen jedoch eher zögerlich, anders als beispielsweise Spanier oder Italiener.
 
Inder und Chinesen zeigen besonders hohes Interesse an Elektroautos - hier ist mit jeweils 50% der Befragten auch der größte Teil der Verbraucher bereit, zu den ersten Käufern zu gehören. Zum Vergleich: In Deutschland sind es gerade einmal 9%, in Japan 4%. Die potenziellen Interessenten für EVs, die als First Movers in Betracht kommen, sind im Schnitt gut ausgebildet, leben im urbanen Umfeld und verfügen eigenen Einschätzungen zufolge über Fachwissen. Geht es generell um den Kauf, gleichen sich die Werte weltweit an.
 
Die Bereitschaft zum Kauf eines EVs ist an klare Bedingungen geknüpft: Für 85% der Befragten sind vor allem die Reichweite der Autos entscheidend und ein möglichst schnelles und bequemes Aufladen der Batterien zu vertretbaren Kosten. Daneben sind vor allem der Kaufpreis sowie die Entwicklung der Verbrennungsmotor-Effizienz und der Kraftstoffpreise wichtig.
 
Besonders augenfällig ist die Diskrepanz zwischen Anspruch und Angebot bei der Reichweite. Die Verbraucher erwarten eine mittlere Reichweite von etwa 320 km pro Aufladung - machbar ist gerade einmal die Hälfte. Der Grund: Heutige Batterien können nicht genug Energie speichern, ohne dabei zu groß, zu schwer und zu teuer zu werden.
 
Auch bei den Ladezeiten und -konditionen kann die Industrie nicht das liefern, was die Verbraucher wollen: So betragen heutige Ladezeiten minimal acht Stunden - akzeptabel wären für die Mehrheit gerade einmal zwei. Ladezeiten haben konkrete Auswirkungen auf die Infrastruktur: Sie machen das Aufladen unterwegs nahezu unmöglich - eine (kostenintensive) Alternative wären Batterie-Austauschstationen.
 
Eine sensible Frage ist der Preis. Die größte Bereitschaft zeigen Inder und Chinesen, aber auch Deutsche, Argentinier und Franzosen würden einen „EV-Aufschlag“ in Kauf nehmen. Auf der anderen Seite erwarten gerade Inder und Argentinier EVs vor allem im unteren Fahrzeug- und Preissegment. US-Amerikaner, Kanadier und Japaner sind generell am ehesten bereit, ein teures Elektroauto zu kaufen. Weltweit liegt die Schmerzgrenze jedoch bei höchstens 30.000 US-Dollar für ein Fahrzeug.
 
Außerdem gilt: Je effizienter Verbrennungsmotoren arbeiten und je geringer der Spritverbrauch, desto kleiner das Interesse an Elektroautos.
 
Für die weltweite Deloitte-Studie "Unplugged: Electric Vehicle Realities versus Consumer Expectations" wurden 13.000 Verbraucher in 17 Ländern befragt.
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