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Studien


Energiewende von Kosten abhängig

© norbert weiß / PIXELIO 

 © norbert weiß / PIXELIO

Auch gut sechs Wochen nach der Katastrophe von Fukushima ist die Forderung der Deutschen eindeutig: 89% befürworten einen Atomausstieg. Und erneuerbare Energien werden insgesamt positiv beurteilt: 74% der Befragten glauben, dass Investitionen auf diesem Feld zusätzliche Arbeitsplätze schaffen. Aber für 51% muss der Strom bezahlbar bleiben. Dabei sind 39% bereit, bis zu 50 Euro mehr pro Jahr für die Energiewende zu bezahlen. Einen Zuschlag auf die Stromrechnung in Höhe von 100 Euro können sich lediglich17% vorstellen, noch mehr zahlen möchte nicht einmal jeder Zehnte (9%).
 
Fast zwei Drittel (60%) der Deutschen fürchten, dass die von der Energiewende verursachten Kosten vollständig auf die Verbraucher umgelegt werden; nahezu 80% erwarten zudem eine Verteuerung von Produkten und Lebenserhaltungskosten als Folge des Kurswechsels. Auch die weiteren Konsequenzen eines Umstiegs auf andere Energieformen werden kritisch gesehen. So rechnet mehr als die Hälfte der Deutschen (52%) mit Einschränkungen ihrer Lebensqualität wegen des notwendigen Netzausbaus, etwa durch neue Strommasten und Windrädern.
 
Beim Thema Atomkraft sind Ost- und Westdeutsche sich uneinig, vor allem die Dringlichkeit eines Ausstieges wird unterschiedlich stark bewertet. Während 42% im Westen einen unbedingten Abschied vom Atomstrom befürworten, spricht sich dafür in Ostdeutschland nur gut jeder Fünfte (21%) aus. Anders sieht es aus, wenn die Kosten des Atomausstiegs vergleichsweise geringe Auswirkungen auf den Strompreis haben. Dann geben knapp die Hälfte (47%) der West- und beinahe drei Viertel (70%) der Ostdeutschen an, dass sie sich das Ende der Kernkraft wünschen.
 
Die repräsentative Befragung von 1.000 Konsumenten im Auftrag von Ketchum Pleon erfolgte in Zusammenarbeit mit TNS Emnid vom 18. bis 19. April 2011. 
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