ANZEIGE
Folgen Sie uns:
planung & analyse GmbH auf facebook.de planung & analyse auf twitter.de planung & analyse GmbH auf google+ planung & analyse GmbH auf xing

Studien


Erste Studie zur Poko-Mania

Quelle: thinkglobalqualitative.com 

 Quelle: thinkglobalqualitative.com

Dieser Tage laufen noch mehr Menschen mit ihrem Handy vor der Nase herum als sonst. Es passieren Unfälle, Massenaufläufe und gruselige Funde. Natürlich wird das neue Spiel von Nintendo auch für das Marketing entdeckt. Eine erste Studie zum Phänomen Pokemon Go haben Ilka und Janina Kuhagen durchgeführt. Die Studie wurde gemeinsam mit den Kollegen von Think Global Qualitative durchgeführt. Dadurch konnte sie so schnell und in unterschiedlichen Zeitzonen von statten gehen.

Die qualitativen Forscherinnen haben in zwei verschiedenen Online-Communities 16 deutschsprachige und 47 englischsprachige Teilnehmer zu dem neuen Online-Spiel befragt. Innerhalb von 48 Stunden haben sie Feedback von mehr als 60 Personen erhalten. "Ich kann mich an keine andere App erinnern, die in den vergangenen Jahren eine ähnliche Aufmerksamkeit hatte", sagte ein Teilnehmer. Besonders begeistert zeigen sich die Befragten von dem Konzept der Augmented Reality (AR).

Denn die Computerspieler sind in diesem Fall keine Stubenhocker, sondern laufen mit dem Smartphone in der Hand durch die Welt, auf der Suche nach kleinen Monstern, die es einzufangen gilt. "Als ich zum ersten Mal von dem Pokemon-Spiel mit Augmented Reality hörte, bin ich buchstäblich ausgeflippt", sagt ein 24-Jähriger aus Deutschland. Das Interesse ist so hoch, dass es Verzögerungen bei der Anmeldung gab. Australien war unter den ersten Ländern, wo das Spiel verfügbar war, in einigen Ländern wie Kanada, Japan oder Südafrika warten die Spieler ungeduldig auf die Markteinführung.

„Pokemon Go macht das tägliche Leben zu einem Spiel“, so erklären sich die beiden Forscherinnen den Hype. Es ermöglicht Interaktionen in der realen Welt mit Entdeckung und Abenteuer zu kombinieren. Die Verwischung der Grenzen zwischen der digitalen und der physischen Welt ist erfolgt. "Es bringt Gaming auf die nächste Ebene“, sagt eine 25-Jährige Deutsche. „Man spielt nicht drinnen, im geschlossenen Raum, sondern draußen, auf der Straße, im wirklichen Leben und andere Menschen können eingebunden werden. Das ist wirklich innovativ."

Für diejenigen, die vor 1980 geboren wurden, hat das Spiel auch nostalgische Züge, denn Pokemon gab es schon in ihrer Kindheit. "Es hat viel weniger mit AR zu tun, als mit der Fantasie die geliebten Spiele der Kindheit zu wiederholen." (Südafrika, 29) Ein anderer Spieler sagt: "Pokemon war ein großer Teil meiner Kindheit. Ich habe Freunde durch dieses Spiel gewonnen, das damals nicht mehr als ein Kartenspiel war.“ „Ich kann ehrlich sagen, ich habe nicht nur auf ein Spiel wie dieses gewartet, sondern ich habe es herbeigesehnt. In meinen wildesten Träumen hätte ich aber nicht geglaubt, dass so ein Spiel Realität werden könnte", sagt ein anonymer Fanatiker.

Vielleicht ist es auch kein Zufall, dass gerade in diesen Tagen das Spiel die Menschen so begeistert. "Die Welt braucht mehr Glück“, sagt ein Teilnehmer und weiter: „während die Nachrichten unsere Köpfe mit schrecklichen Ereignissen füllen, lenken wir uns mit Pokemon Go ab, von der Couch aus und in Bewegung. Es ist eine Hilfe für so viele Dinge, deshalb haben wir darauf gewartet."(Anonym)

Fast alle Teilnehmer sind sich einig, dass die Popularität von Pokemon Go nicht lange dauern wird, sobald andere Anwendungen von AR in Spielen eingeführt werden. "Es war ein Meilenstein für diese Art von Spiel und viele andere werden folgen", sagte ein Teilnehmer. "Das Spiel wird wahrscheinlich die Aufmerksamkeit ganz schnell verlieren, während die Technologie auf der anderen Seite zukünftige Anwendungen beeinflussen wird", sagte ein anderer.

Bevor das geschieht wird das Phänomen aber das Marketing noch eine Weile beschäftigen. Erste Berater empfehlen, man könne mit der Platzierung von Arenen, einem Meilenstein in dem Set, Spieler in Läden oder Restaurants ziehen und zu weiterem Konsum anhalten. Bisher sind Ladenbesitzer eher verärgert über Spieler, die einfach in den Laden stürmen, ein kleines Monster fangen und wieder rauslaufen. Einige Gedenkstätten haben sich die Platzierung von Pokemons verbeten, darunter das Holocaust Museum in Washington D.C.

In der Befragung wurden auch Bedenken geäußert. "Eine Menge Menschen tun dumme Sachen während sie spielen. Manche sind so vertieft in das Spiel, das sie den Überblick über ihre Umgebung verlieren. Das kann gefährlich werden. Ich interessiere mich nicht für das Spiel Pokemon Go, aber ich finde es lustig, wie süchtig die Menschen nach dem Spiel sind. "(Südafrika, 46)

Kuhagens Zusammenfassung: „Dieses schnelle Eintauchen in die Köpfe der Teilnehmer aus aller Welt in einer Online-Community erlaubt es, die Treiber für dieses Phänomen zu verstehen.“ (hed)

Die Ergebnisse der Studie

Facebook Twitter Google LinkedIn Xing RSS Email