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Studien


Euroland bald abgebrannt?

© Dieter Schütz / PIXELIO 

 © Dieter Schütz / PIXELIO

Der Euro ist 2010 in eine Krise gerutscht und hat, ausgelöst durch die volkswirtschaftlichen Schwierigkeiten in Griechenland, gegenüber anderen Währungen drastisch an Wert verloren. Die überwiegende Mehrheit der Deutschen (75 Prozent) sagt, Griechenland habe schlicht und einfach zu viel Geld ausgegeben und über seine Verhältnisse gelebt.

Vor allem die 18-29jährigen haben ein schlechtes Bild der griechischen Sparmoral. Aber auch Banken und Spekulanten kommen nicht gut weg: 59 Prozent der Befragten geben ihnen eine Mitschuld am schwachen Euro.
Sparen, so lautet die Devise heute, und zwar in allen Ländern Europas, nicht nur in Griechenland, finden 58 Prozent der Deutschen. Dabei sollte man auch nicht vor Strafen zurückschrecken. Wer nicht spart, bekommt keine Unterstützung  – das fordern mit 65 Prozent gerade die Twentysomethings. Schließlich sind sie es auch, die die Schuldenlast der nächsten Jahrzehnte zu schultern haben.

Aber auch Banken und Spekulanten sollen Federn lassen. 36 Prozent fordern kräftige Finanzspritzen, um den Euro wieder zu stabilisieren. Ein Drittel stimmt dafür für eine Transaktionsgebühr für Spekulationsgeschäfte mit Währungen, 35 Prozent meinen sogar, riskante Geschäfte mit Währungen und Staatsanleihen gehören ganz verboten. Besonders radikal ist hier die Gruppe der Übersechzigjährigen: Fast die Hälfte stimmt für ein Verbot.

Einem Viertel der Deutschen geht jede dieser Maßnahmen nicht weit genug, sie halten den Euro für eine Totgeburt und wünschen sich die gute alte D-Mark zurück. Denn nach dem Ausstieg aus der Gemeinschaftswährung sei jedes Land nur noch für die eigenen Schwierigkeiten verantwortlich, argumentieren sie.

Sparen ist auch in Deutschland angesagt, mehr als zwei Drittel sagen, die Staatsausgaben sollen gesenkt werden. Aber wo? Deutschland ist in dieser Frage gespalten, und zwar auch geschlechterspezifisch. Insgesamt 51 Prozent (aber 57 Prozent der Männer) möchten Einschnitte nur einzelnen Ministerien zumuten, 49 Prozent aller Befragten (und 56 Prozent der Frauen) stimmen für die Methode „Rasenmäher“ und fordern übergreifende Sparmaßnahmen.

In der Frage, in welchen Ministerien denn gespart werden soll machen sich wieder parteipolitische Färbungen bemerkbar. So votieren insgesamt 59 Prozent der Befragten für Kürzungen im Verteidigungshaushalt, aber 69 Prozent der Linken-Anhänger. Mehr als die Häfte der Deutschen möchte den Bundestag auf 500 Mitglieder verleinert wissen und hofft hier auf Spareffekte.

Das sind Ergebnisse einer aktuellen Studie von K&A Brand Research und Respondi. Befragt wurden 1020 Männer und Frauen repräsentativ ab 18 Jahren.
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