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Studien


Europa für viele auf dem falschen Weg

68 Prozent der Befragten in Belgien, Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Ungarn, Italien, Niederlande, Polen, Spanien und Schweden meinen, die Europäische Union sei auf dem falschen Weg. Am größten ist der Pessimismus in Spanien (76 Prozent), Italien (77 Prozent) und Frankreich (77 Prozent) – und am niedrigsten in Polen, Ungarn und Deutschland, wo nur 61 Prozent diese Meinung teilen. In sechs Ländern (Polen, Ungarn, Belgien, Spanien, Italien und Frankreich) sind die Menschen allerdings noch mehr besorgt über die Richtung, in die ihr eigenes Land steuert. Nur in Deutschland, Großbritannien und Schweden sind die Menschen optimistischer über ihre nationalen Situation.
 
Europa und die EU (Quelle: Ipsos) 

 Europa und die EU (Quelle: Ipsos)


Insgesamt sind die Befragten außerdem der Ansicht, dass sich der Einfluss der EU eher negativ als positiv auf die nationale Politik auswirkt. Sie sind besonders skeptisch über den EU-Einfluss auf ihre nationalen Regierungen – auf die Finanzen und die Fähigkeit, Entscheidungen im besten Interesse des Landes zu machen – aber weniger besorgt über die Auswirkungen auf das tägliche Leben der Menschen. Das geografische Muster wiederholt sich auch hier. Befragte in Polen, Ungarn und Deutschland sehen die Wirkung der EU im Allgemeinen positiver, während Befragte in Spanien, Italien und Frankreich kritischer sind.
 
Allerdings wollen nur 18 Prozent der befragten Europäer die Europäische Union verlassen. Zwar ist eine Mehrheit dafür, in der EU zu bleiben, dann aber deren  Befugnisse zu reduzieren (34 Prozent). Nur jeder Fünfte möchte die Befugnisse der EU weiter gestärkt sehen (18 Prozent), oder gar, dass die Politik langfristig auf eine einheitliche europäischen Regierung hinarbeitet (18 Prozent).  Jedoch gibt es auch bei dieser Frage deutliche Unterschiede zwischen den Ländern. Die Schweden (69 Prozent), Briten (68 Prozent) und Holländer (68 Prozent) sprechen sich am ehesten dafür aus, die Macht der EU zu beschneiden oder die Union sogar zu verlassen. Befragte in diesen Ländern glauben ebenfalls am stärksten daran, dass anti-europäische Bewegungen die nächsten Europawahlen in ihrem Land gewinnen werden (60 Prozent, 56 Prozent bzw. 57 Prozent).
 
Auf der anderen Seite befürwortet etwa die Hälfte der Befragten in Ungarn (54 Prozent) und Deutschland (48 Prozent) eine Ausweitung der Befugnisse der EU oder die Bildung einer einheitlichen europäischen Regierung. Diese Anteile sind in Italien (49 Prozent) und Spanien (48 Prozent) ähnlich hoch, obwohl diese Länder die EU in anderen Bereichen äußert kritisch sehen.
 
Die Wirtschaft ist der Bereich, bei dem Einfluss der EU am stärksten wahrgenommen wird. Allerdings denkt eine Mehrheit der Befragten (59 Prozent), dass dieser Einfluss negativ ist – ebenso wie der Einfluss der EU auf den Arbeitsmarkt (61 Prozent). Diese Meinung ist eng mit dem Sparprogramm der EU verknüpft. Rund 64 Prozent glauben, dass die Wirtschaft ihres Landes durch den Druck der EU auf Euro-Mitgliedsländer, ihre Ausgaben zu kürzen, geschädigt wurde.
 
Auch hier gibt es deutliche Meinungsunterschiede zwischen den Ländern, die oft mit den Auswirkungen der jüngsten Wirtschaftskrise zusammenhängen. Die Befragten in Frankreich (74 Prozent), Italien (74 Prozent) und Spanien (68 Prozent) sehen die Auswirkungen der EU auf die Wirtschaft besonders kritisch und über 70 Prozent glauben, dass die Sparanstrengungen ihrer nationalen Wirtschaft geschadet hat. Dagegen denkt mehr als die Hälfte der Befragten in Polen (59 Prozent), Ungarn (53 Prozent) und Deutschland (52 Prozent), dass ihre Wirtschaft von der EU profitiert.
 
Die Ergebnisse stammen aus einer Online-Befragung, die das Meinungsforschungsinstitut Ipsos durchgeführt wurde. Befragt wurden 7.028 Personen zwischen 16 und 64 Jahren. Die Stichprobe wurde aus dem Ipsos Global @dvisor Online Panel gezogen und gewichtet, um die Bevölkerung in den jeweiligen Ländern zu repräsentieren. Die Befragung fand zwischen dem 4. und 18. Februar in Belgien, Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Ungarn, Italien, Polen, Spanien und Schweden statt. Pro Land nahmen rund 1000 Personen teil, mit Ausnahme von Belgien, Ungarn, Polen und Schweden, wo jeweils eine Stichprobe von ca. 500 Personen befragt wurde. Zusätzlich wurden in den Niederlanden 1.017 Personen zwischen dem 18. und 20. Februar online befragt.
Nähere Informationen zu Ipsos finden Sie online im p&a Handbuch der Marktforschung. Firmenprofil >>
Quelle: Ipsos

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