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Studien


Europäer bleiben im weltweiten Vergleich am pessimistischsten

Verbrauchervertrauen in Europa (Quelle: Nielsen) 

 Verbrauchervertrauen in Europa (Quelle: Nielsen)

In vielen europäischen Schlüsselmärkten ist das Verbrauchervertrauen so hoch wie seit Jahren nicht mehr. So stieg im ersten Quartal 2015 das Vertrauen der Verbraucher laut Nielsen-Verbrauchervertrauensindex in Italien auf 57 Punkte und Griechenland auf 65 Punkte, jeweils ein Plus von zwölf Punkten.
 
Mit einem Durchschnittswert von 77 Punkten bleibt Europa die pessimistischste Region weltweit (Q4 2014: 76 Punkte). An der Spitze steht die Asien-Pazifik Region mit 107 Punkten (Q4 2014: 106 Punkte). Im weltweiten Vergleich folgen Nordamerika (Q1 2015 / Q4 2014: jeweils 106 Punkte), die Region Ferner Osten/Afrika (Q1 2015: 96 Punkte / Q4 2014: 95 Punkte) und Lateinamerika (Q1 2015: 86 Punkte / Q4 2014: 88 Punkte).
 
Global betrachtet ist das Verbrauchervertrauen vergleichsweise stabil geblieben. Trotzdem gibt es innerhalb der Regionen in einzelnen Ländern teils starke Rückgänge – etwa in Russland(Q1 2015: 72 Punkte / Q4 2014: 79 Punkte, Brasilien (Q1 2015: 88 Punkte / Q4 2014: 95 Punkte)und China (Q1 2015: 105 Punkte).
 
Das Verbrauchervertrauen in Deutschland hat seinen Aufwärtstrend auch im ersten Quartal 2015 fortgesetzt. Der Verbrauchervertrauensindex von Nielsen legte nach 98 Punkten zum Jahresende 2014 weiter zu und liegt jetzt bei 100 Punkten. Damit belegt Deutschland Platz 2 in Europa. Nur die Dänen sind mit 106 Punkten noch zuversichtlicher.
 
Der Verbrauchervertrauensindex von Nielsen bildet die Job-Aussichten, die persönliche finanzielle Situation und die Bereitschaft der Deutschen ab, Geld auszugeben – immer mit Blick auf die kommenden zwölf Monate.
 
Ihre Job-Aussichten beurteilen 60 Prozent der deutschen Verbraucher als gut oder sehr gut – ein Anstieg von vier Prozentpunkten (Q4 2014: 56%) und ein Wert, der mehr als doppelt so hoch wie der europäische Durchschnitt ist (gut + sehr gut: 28%). 53 Prozent bewerten ihre persönliche finanzielle Situation als gut bis sehr gut (Q4: 2014: 55%). Trotz des leichten Rückgangs liegen die Deutschen damit klar über dem europäischen Durchschnitt (gut + sehr gut: 39%). 51 Prozent der befragten Verbraucher geben an, dass die kommenden zwölf Monate eine gute oder sogar sehr gute Zeit für Anschaffungen seien – eine Steigerung um fünf Prozentpunkte (Q4 2014: 46%). Im europäischen Durchschnitt liegt die Bereitschaft zum Geldausgeben nur bei 31 Prozent (Q4 2014: 30%).
 
Geld, das die Deutschen nach Abzug ihrer Lebenshaltungskosten übrig haben, geben sie am liebsten für neue Kleidung (47%) oder für Urlaub aus (43%). Das Abbezahlen von Krediten steht mit 30 Prozent an dritter Stelle. „Der Verbrauchervertrauensindex zeigt, dass das Sparen für die Deutschen an Bedeutung verliert“, sagt Ingo Schier. Aktuell geben 28 Prozent der Befragten an, dass sie Geld sparen, das sie übrig haben. Im ersten Quartal 2014 waren es 26 Prozent. 14 Prozent der Deutschen sagen, dass sie kein Geld übrig haben – ein Wert, der im Vergleich zum Vorjahres-Quartal 2014 gleich geblieben ist.
 
Fragt man die Deutschen nach ihren größten Sorgen, so steht der zunehmende Terrorismus an erster Stelle. Auf den Plätzen zwei und drei folgen gesundheitliche Sorgen und die Angst vor einem Krieg. Im vierten Quartal 2014 galten die größten Sorgen der Deutschen noch steigenden Nebenkosten. Diese Sorge liegt jetzt nur noch an sechster Stelle.
 
Die positive Grundhaltung der Verbraucher spiegelt sich auch in der Einschätzung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung wieder. Nur 36 Prozent der Befragten findet, dass sich Deutschland aktuell in einer Rezession befindet (Q4 2014: 39%). Fast zwei Drittel der Deutschen verneinen die Frage nach einer Rezession. Dieser Wert ist fast so hoch wie der Durchschnittswert aller europäischen Verbraucher, die von einer Rezession sprechen (Q1 2015: 68%).
 
Nielsen Global Survey über das Vertrauen der Konsumenten und ihre Einkaufsgewohnheiten wurde zuletzt im Zeitraum vom 23. Februar bis zum 13. März 2015 durchgeführt. Dabei hat Nielsen mehr als 30.000 regelmäßige Internetnutzer in 60 Ländern der Regionen Asien-Pazifik, Europa, Lateinamerika, Mittlerer Osten, Afrika und Nordamerika befragt. Die Stichprobe ist nach Alter und Geschlecht für jedes Land basierend auf den jeweiligen Internetnutzern quotiert und gewichtet. Sie repräsentiert damit die Internetnutzer des Landes und hat eine maximale Abweichung von ±0,6 Prozent. Diese Nielsen Onlineumfrage basiert ausschließlich auf dem Verhalten von Befragten mit Internetzugang. Die Internetverbreitung variiert je nach Land. Damit ein Land in die Umfrage aufgenommen wird, setzt Nielsen voraus, dass mindestens 60 Prozent der Bevölkerung oder zehn Millionen Menschen Internetzugang haben. Der Verbrauchervertrauensindex für China wird in einer separaten Umfrage mit kombinierter Methodik unter 3.500 Befragten erhoben. Die Nielsen Global Survey wird seit 2005 kontinuierlich durchgeführt.
Nähere Informationen zu Nielsen finden Sie online im p&a Handbuch der Marktforschung. Firmenprofil >>
Quelle: Nielsen

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