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Studien


Fernbusse profitieren vom Bahnstreik

Fernlinienbusse haben in den vergangenen Wochen stark von den Streiks bei der Bahn und bei den Fluggesellschaften profitiert. Dies zeigt die Studie Mobilitäts-Trends 2015 der exeo Strategic Consulting AG und der Rogator AG.

Fernbusse kannten dank der Streiks mehr Geschäft machen (Foto: Mein Fernbus) 

 Fernbusse kannten dank der Streiks mehr Geschäft machen (Foto: Mein Fernbus)

Im November legte der größte Streik in der Geschichte der Bahn den Schienenverkehr über vier Tage lahm. Von den Streiks bei der Lufthansa waren allein bei der letzten, sich direkt anschließenden Streikwelle rund 250.000 Passagiere der Fluggesellschaft betroffen. Das resultierende Verkehrschaos stellte die Reisenden auf eine harte Geduldsprobe. „Wie werden die Streiks der Piloten und Lokführer aus Sicht der Bevölkerung und Reisenden beurteilt?“ und „Was sind die Konsequenzen für die Verkehrsmittelwahl der Menschen?“, diese Fragen wurden im Januar 2015 im Rahmen einer repräsentativen Umfrage gestellt.

Etwa ein Fünftel der Befragten hat für die Arbeitsniederlegungen Verständnis. Demgegenüber lehnen nahezu 40 Prozent die Streiks ab. Besonders kritisch äußern sich Personen mit einem höheren Reisevolumen. Der Aussage, „Ich fühle mich durch die Streiks stark belastet“, stimmen etwa 18 Prozent der Befragten zu. Bei den Vielreisenden ist der Anteil der Betroffenen mit 22 Prozent noch etwas höher. 46 Prozent der Befragten und 52 Prozent der Vielreisenden sehen hingegen für sich persönlich keine stärkeren Einschränkungen.

Wer sich einmal an ein Verkehrsmittel gewöhnt hat, bleibt diesem in der Regel treu. Was passiert jedoch, wenn die Bahn oder das Flugzeug während der Streikphase entfällt? Etwa 13 Prozent der mobilen Bevölkerung (acht Millionen Menschen in Deutschland) geben an, dass sie aufgrund des Streiks Verkehrsmittel nutzten, die sie ansonsten nicht genutzt hätten. Bei den Personen, die häufig unterwegs sind, ist dies bei annähernd einem Fünftel der Fall.

Das Auto steht mit 76 Prozent der Nennungen an erster Stelle. An zweiter Stelle steht der Fernlinienbus mit einem Anteil von 17 Prozent. Personen, die bereits vorher den Fernlinienbus genutzt hatten, geben besonders häufig die Alternative Fernlinienbus an. Bei ihnen beträgt der Anteil 41 Prozent. Auf das Auto ist innerhalb dieses Segments nur die Hälfte umgestiegen. Diese Zahlen belegen, dass von den Bahn- und Airline-Streiks neben dem Auto insbesondere die Fernlinienbusse profitiert haben.

„In Deutschland geben aktuell ca. 8,2 Prozent der mobilen Bevölkerung an, dass sie in den letzten zwei Jahren Fernlinienbusse für Reisen in Deutschland genutzt haben. Das ist mehr als doppelt so viel als im Vorjahr“, beschreibt Johannes Hercher, Vorstand der Rogator AG, die beobachtete Tendenz.

MobilitätsTRENDS 2015 ist eine Studie zur Ermittlung und Bewertung von Trends im Mobilitätsmarkt. Sie wird jährlich in Kooperation von der exeo Strategic Consulting AG und der Rogator AG durchgeführt. Grundlage der Untersuchung ist eine repräsentative Befragung von ca. 4.500 Personen ab 18 Jahren (deutschsprachige Bevölkerung DACH-Gebiet). Personen, die in den letzten 12 Monaten Reisen mit einer Entfernung von mehr als 50 km unternommen haben, sind die Kernzielgruppe der Studie.  (p&a)

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